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Sir.K Dukem
Spain Göttingen Niedersachsen - Lower Saxony
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Chaos in der alten Welt (CidaW)
Ich bin Gott! Dank der polytheistischen Vorlage der Games Workshop (GW) Fantasywelt in der CidaW angesiedelt ist, gibt es insgesamt sogar 4 Chaosgötter, in dessen Rollen die SpielerInnen schlüpfen können. Gespielt wird auf einer alten Weltkarte, bedruckt auf aufgespannte, menschliche Haut (3:15)! Mehr kann ein Artwork nicht zur Stimmung beitragen. Der Kriegerische Khorn, sein Widersacher Nurgel, der Pest und Verheerung bringt, Tzentsch, der mit seinem Kartendeck die Strategie der anderen verderben kann, und Slaanesh, der gegnerische Figuren verführt. Alle spielen sich sehr unterschiedlich und haben persönliche Ziele sowie Vor- und Nachteile. Vorwissen über Warhammerfantasy brauchen die SpielerInnen für das Spiel nicht mitbringen. Ausser dem Grundthema hat CidaW nichts mit dem bekannten GW Tabeltopspiel zu tun. Wer sich dort auskennt wird aber durchaus ein paar Dinge wiedererkennen, hat aber keinerlei Vorteile gegenüber seinen MitspielerInnen.
Abb.1 Cover
Ziel des Spiels Entweder am meisten Punkte erlangen (das Spiel endet sofort wenn einE SpielerIn über 50 Punkte erreicht oder wenn 5 Regionen verheert sind) oder wenn das eigene Drehrad als erstes bis zum Schluss gedreht wurde und X Gewinnt anzeigt. Im Falle das keine dieser Bedingungen nach 7 Runden (bei 4 SpielerInnen) eintrifft haben die Völker der alten Welt die Mächte des Bösen besiegt und alle SpielerInnen verlieren.
Abb.2 Khorn siegt!
Regeln CidaW wartet mit sehr einfachen und logischen Regeln auf, die allerdings erst nach einer Runde verstanden werden. Für Anfänger sind die Strategietips der Anleitung (S.28/29) recht nützlich um sich zu orientieren. Schwierig ist anfangs das Auseinanderhalten bestimmter Schlüsselbegriffe wie z.B. "Beherrschungswert", "Eroberungswert" und "Wiederstandswert". Jede Runden werden die selben Dinge abgehandelt. Der Kern sind die Aktionen. Dies ist entweder das Ausspielen einer eigenen Karte oder das beschwören einer eigenen Figur. Dafür müssen die SpielerInnen einen bestimmten Machtwert zwischen ca. 0-4 bezahlen, wobei die Chaosgötter anfangs zwischen 6-7 Machtwerte zur Verfügung haben. Anschließend (nachdem alle ihre Machtwerte für diese Runde verbraucht haben) wird gegebenenfalls gekämpft. Von dem was danach noch von einem Chaosgott übrig geblieben ist, werden Mehrheiten gebildet um 1. Punkte für das Beherrschen einer Region zu bekommen und 2. Verderbnismarker zu legen. Sobald in einer Region 12 dieser Verderbnissmarker liegen, gilt die Region als verheert. Sie wird nach ihrer abschließenden Abrechnung für den weiteren Spielverlauf weitestgehend uninteressant. Zum Ende der Runde wird das Rad der Chaosgötter zwischen 0-2 mal gedreht, je nachdem, wie gut sie es geschafft haben, ihre persönliche Drehbedingung zu erfüllen.
Abb.3 Frisch aus der Box
Wie spielt es sich Kurz gesagt: Ausgesprochen Chaotisch. Die Interaktion dieses Spiels ist enorm hoch, was für ein Spiel dieser Größenordnung erstaunlich ist. Das Spiel kann durchaus als Strategiespiel bezeichnet werden, allerdings muss in diese Strategie der Faktor "MitspielerInnen" stark mit einfließen. MitspielerInnen die man/frau gut kennt können scheinbar gut eingeschätzt werden, AnfängerInnen bringen aber generell einen hohes Maß an Überraschungen mit. Wen Interaktion wahnsinnig macht und wer stattdessen lieber alleine oder auch mit anderen, vor sich hinspielt, ist bei CidaW sicher fehl am Platz. Auch wer mit thematischen Spielen im allgemeinen und mit dämonischer Fantasy im speziellen absolut nichts anfangen kann oder sich über die (in diesem Spiel insgesamt untergeordneten) Würfel basierten Kämpfe noch Stunden später aufregen kann, sollte nicht an den Tisch für eine Partie CidaW gelockt werden. Wer gar nicht einstecken oder austeilen kann und lieber gemeinsam mit den MitspielerInnen kooperativ spielt, sollte zu einem anderen Spiel greifen. In CidaW spielen alle SpielerInnen bitter böse gegeneinander. Es gibt keine Gnade, keine Fehler werden verziehen. CidaW ist jedoch kein Eroberungsspiel. Die Mechanismen sind sehr ausgereift und greifen gut ineinander.
Abb.4 Im Spiel
Pro & Kontra
Pro + Sehr interaktiv + Sehr Thematisch + Anspruchsvoll aber auch locker "aus dem Bauchheraus" spielbar + Abwechslungsreich, jedes Spiel ist anders. Es gibt viel zu entdecken + Beindruckendes Artwork und insgesamt ansprechendes Material + Sehr ausgereift und durchdacht
Kontra - Etwas chaotisch, man/frau findest sich oft von den MitspielerInnen bedrängt - Ist (ohne Erweiterung) nur zu 4 wirklich voll ausgereift (Balance) - Die SpielerInnen können sich vom (Würfel-)Pech verfolgt fühlen - Es wird gemunkelt: Tzeentch hätte etwas schlechtere Siegchancen
Fazit CidiW ist Göttlich. Es verwendet viele bekannte Mechanismen und erschafft insgesamt ein neues, großes Ganzes. Das Spiel stellt eine dieser Schnittmengen zwischen interaktivem und aggressivem Spiel wie sie bei Amitrash üblich sind da, welcher verbunden wird mit den eher eurotypischen Elementen sehr verzahnter, anspruchsvoller und strategischer Mechanismen. CidaW ist dadurch ein neuartiges Strategiespiel mit eindrucksvoller, thematischer Umsetzung. Das ganze ist in einer annehmbaren Zeit von ca. 3 Stunden spielbar und doch kann das Spiel nicht uneingeschränkt jedem Spieler empfohlen werden. Wer aber ein gutes böses Spiel nicht verpassen möchte, kommt an einer Partie CidaW nicht vorbei.
Eric. M. Langs Chaos in der alten Welt vom Heidelberger Spieleverlag 2010.

Chaos in the Old World (CitoW) I am God! Thanks to the original setting of the polytheistic Games Workshop (GW) fantasy world in witch CitoW plays, there are even four roles of gods into the players can slip. The game is played on an old world map, printed on stretched human skin (3:15)! More contribute to the mood an artwork can not supply. The martial Khorn, his adversary Nurgel , bringing plague and devastation, Tzentsch, spoiling with his carddeck the strategy of the other players, and Slaanesh, seduces the opponent. They all play very differently and have specific goals and different advantages and disadvantages. Previous knowledge about the Warhammer Fantasy Univers is not needed for the game. Besides the basic theme CitoW has nothing to do with the well-known GW Tabletopgame. But anyone who knows something about it will definitely recognize a few things, but without any advantage over his co-players.
Fig.1 Cover
The aim of the game Either get the most points (the game ends immediately when one player reaches 50 points or when 5 regions are ruined), or if one's dial was rotated first to the end and X Victory displays. Arrives in the case that no one of these conditions after 7 rounds (4 players) comply, the peoples of the old World have defeated the forces of evil and all players lose.
Fig. 2 Khorn victory
Rules CitoW comes up with very simple and logical rules, these are understood after one round. For beginners the strategy guide in the rulebook (p. 28/29) is quite useful to orient themselves. At first it is a bit difficult to distinguish between key terms such as "Domination Value", "Conquest Value" and "Resistance (Value)". Each round is similar and consist mainly of actions: Either playing a card or summon a figure. Therefore, the player must pay a certain power value between about 0-4, where the Chaos gods have initially between 6-7 power values. Then (after all players have used their power value for this round) the fight begins, if necessary. From what is left after the figth. majorities are formed around. 1st ther are victory points for the mastery of a region and 2nd corruption tokens have to be layed. If twelve of thus corruption tokens are located in a region, the region is ruined. After their final accounting it will be largely uninteresting for the rest of the game. At the end of the round the dial of the Chaos gods is sometimes rotated between 0-2, depending on how well they managed to fulfill their personal rotation condition.
Fig.3 Out of the Box
How it plays In short: very chaotic. The interaction in this game is extremely high, which is amazing for a game of this magnitude. The game can certainly be described as a strategy game, however, the factor "co-players" must be incorporated into this strategy. Playing with people who you know well can be estimated seemingly good, but beginners will experience great for surprises. People who are getting insane in interactive boardgames because of the incalculably of the co-players an who prefer games, where player playing for themselves won't be so enthusiastic about CitoW. Even those who dislike themed games in general and demonic fantasy in particular or those who are still upset hours later over the (sub-total in this game) dice based battles, should not be lured to the table for a game of CitoW. Anyone who can't plug in - and would rather not deal out blows and prefer to play cooperatively with the other players, should take up another game. In CitoW all players play against each other bitterly angry. There is no mercy, no mistakes are forgiven. But: CitoW isn't a conquest game. The mechanisms are very mature and work well together.
Fig.4 In the Game
Pro & Contra
Pro + Very interactive + Very deep in the theme + Challenging but also loose "gut out" playable + Varied, every game is different. There is much to discover + Impressive artwork and overall attractive material + Very mature and sophisticated
Contra - A little bit chaotic, players can find themselves often harassed by fellow players - Only really balanced if played with four players, except with expansion - Some players can feel persuaded by bad luck of the dice - There are rumors: Tzeentch had slightly a worse chance of winning
Conclusion Cidiw is divine. It use many known mechanisms and creates a whole new game with it! The game is one of these intersections between interactive and aggressive games as they are usually known as Amitrash, which is associated with the more typical Eurostile elements of interconnected, sophisticated and strategic mechanisms. In all CitoW is a new strategy game with impressive thematic implementation. It is playable in a reasonable time of 3 hours but the game can not be recommended unreservedly to each player. But those who don't want to miss a good bad game can't pass to a game of CitoW.
Eric. M. Lang's Chaos in the old World by Fantasy Flight Games 2009.
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