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Subject: Cartagena - German Review rss

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Marcel Lademann
Germany
Osnabrück
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Nicht immer segeln Piraten auf hoher See. Manchmal wurden die Freibeuter auch gefangen genommen und in ein dunkles Verlies gesteckt. In Leo Colovinis Cartagena vom Winning Moves Verlag stecken deine Piraten in genau dieser Situation. Zum Glück ist das Gefängnis nicht sonderlich gut gesichert, so dass die Seeräuber durch einen Tunnel entkommen können. Aber die 2 bis 5 Spieler nehmen dabei keine Rücksicht auf die Piraten ihrer Kontrahenten.


1. Material



In der kompakten quadratischen Spielbox findest du eine überraschend kurze Anleitung mit zusätzlichem Beispielszenario, 103 kleine Karten, jeweils 6 Holzfiguren in 5 Farben, 6 doppelseitig bedruckte Tunnelpassagen und ein hübsches Boot aus Presspappe. An der Qualität gibt es nichts auszusetzen; nach über 25 Partien konnte ich noch keinerlei Verschleiß feststellen.


2. Ziel

Bringe als erster deine 6 Piraten auf das Boot, das am Ende des Tunnels auf dich wartet, um zu gewinnen.


3. Spielaufbau



Im Bild siehst du den Aufbau für eine Partie mit 2 Spielern. Die Tunnelpassagen werden in beliebiger Reihenfolge und Richtung aneinander gelegt. Hierbei musst du nur darauf achten, dass ein Durchgang von Anfang bis Ende entsteht. Am Anfang des Tunnels werden jeweils sechs Figuren einer gewählten Farbe aufgestellt. Ans Ende kommt das rettende Boot.

Es gibt zwei Varianten Cartagena zu spielen: mit offenen oder verdeckten Karten. Die einzelne Pfeil-Karte dient als Richtungsanzeiger in der offenen Variante und wird in der anderen (die auch im Bild gezeigt ist) nicht verwendet. Die anderen 102 Karten werden verdeckt zum Stapel gemischt. Jeder Spieler erhält dann 6 Handkarten von diesem Nachziehstapel und schon kann es losgehen.


4. Spielablauf

Im Grunde ist Cartagena ein Wettlauf mit einem interessanten Kniff. Dabei benutzt du deine Handkarten um voran zu kommen. Im unteren Bild siehst du, dass auf den Karten die gleichen Symbole wie auf der Tunnelpassage abgebildet sind.



Wenn du am Zug bist, kannst du bis zu 3 Aktionen ausführen. Dazu kannst du einen oder mehrere verschiedene deiner Piraten nutzen. Grundsätzlich gibt es 2 unterschiedliche Handlungsmöglichkeiten:

1. vorwärts bewegen und
2. zurück gehen, um neue Karten zu bekommen.

1. Möchtest du vorwärts ziehen, spielst du eine Karte aus und legst sie offen auf einen Ablagestapel. Wenn auf dieser z.B. ein Schlüssel abgebildet ist, kannst du eine deiner Figuren in Richtung Boot vorsetzen aber nur bis zum nächsten freien Schlüsselsymbol auf der Passage.

2. Möchtest du neue Karten ziehen, musst du eine deiner Figuren zurückziehen. Das machst du folgendermaßen: Du nimmst die ausgewählte Figur und ziehst sie soweit Richtung "Start" zurück bis sie zu einem Feld kommt, auf dem genau ein oder zwei andere Piraten stehen. Zu welchem Spieler diese anderen Seeräuber gehören, ist egal. Dort bleibt deine Figur stehen. Befindet sich 1 anderer Freibeuter auf diesem Feld, darfst du eine Karte ziehen. Sind dort 2 andere, ziehst du zwei Karten auf deine Hand. Du kannst auch Piraten, die schon im Boot stehen, wieder zurück in den Tunnel ziehen, um neue Karten zu bekommen.



Die beiden Handlungsmöglichkeiten können innerhalb der 3 Aktionen in deinem Zug beliebig kombiniert werden. Die Spieler sind wie üblich abwechselnd im Uhrzeigersinn an der Reihe. Sobald ein Spieler alle sechs Figuren auf dem Boot hat, ist das Spiel sofort vorbei und er ist Sieger.


5. Meine Meinung

Der Einstieg in Cartagena ist extrem leicht. Man hat zwar nur wenige Entscheidungsmöglichkeiten aber trotzdem schafft es dieses Spiel nie langweilig zu werden, egal mit welcher Spieleranzahl. Dabei stellt sich recht bald ein Lerneffekt ein und man wird immer besser. So lernt man beispielsweise nicht nur auf sein eigenes Vorankommen zu achten, sondern auch den Gegnern keinen großen Sprung oder das Nachziehen von 2 Karten auf einmal zu ermöglichen.

Kinder ab 8 Jahren können meiner Erfahrung nach recht bald mit den Erwachsenen mithalten und haben genauso Spaß an einer Partie, die meist 20-40 Minuten dauert.

Wer weniger glücksabhängig und mehr taktierend spielen möchte, spielt mit offenen Karten. Dann kann man genau vorausplanen welche Karten man beim Nachziehen bekommt und was die Gegner alles in ihren Zügen anstellen könnten. Dadurch kann jedoch der Spielfluss leiden und das Spiel kann sich etwas hinziehen.


6. Bewertung



7,5/10 Punkte

>> Originally written for www.yesbo.de/gedankenspiel
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