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Pascal vE
Germany
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Om Nom Nom ist ein herrlich gemeines Würfel-, Karten- und Schätzspiel für 1-6 Spieler ab 8 Jahren.

Der Schätzanteil des Spiels bezieht sich darauf, dass die Mitspieler eingeschätzt^^ werden wollen, welche Tierkarte sie wohl ausspielen werden. Denn es gilt die fetteste Beute zu machen und sie mit einem sättigenden "OmNomNom"-Mampf-Geräusch genüsslich zu verspeisen.

Die drei sehr hübschen und jeweils in drei Tier-Bereiche unterteilten Spielflächen werden nebeneinander auf dem Tisch und die 15 Tiersymbol-Würfel daneben bereit gelegt.
Die Spieler erhalten alle einen Satz Karten (Wolf, Hase, Igel, Frosch, Katze, Maus) in ihrer Wunschfarbe.

Das Ziel ist in der Stadt, im Wald und um das Biotop herum^^ die Nahrungskette zu seinem Vorteil zu nutzen !
Bei Rundenbeginn werden die Würfel geworfen und ihren Symbolen entsprechend auf den Spielflächen verteilt - also z.B. die Fliegen am untersten Ende der Biotop-Nahrungskette^^, darüber der Frosch und ganz oben der Igel.
Wurde dies korrekt vorbereitet legen die Spieler nun alle verdeckt eine ihrer Handkarten ab und drehen sie alle gleichzeitig um. Nun werden die Karten ebenfalls auf die zugehörige Tierfläche gelegt, um sie anschliessend auswerten zu können.
Bleiben wir bei dem obigen Beispiel und nehmen uns das Biotop vor. Wenn hier nun ein Spieler einen Igel ausgespielt hat und ein anderer einen Frosch, wurden die Karten dort passend abgelegt. Nun steht aber der Igel in der Nahrungskette über dem Frosch und frisst diesen. Also nimmt der Besitzer der Igelkarte alle Frösche an sich, die dort liegen - Würfel und Karte(n).
Der Froschspieler ärgert sich verzweifelt, während seiner letzten Atemzüge, über seine Gier, da er so gerne die 6 ausliegenden Fliegenwürfel unter sich genommen hätte und der Igel mampft schmatzend "OmNomNom" vor sich hin.

Eigentlich^^ legt der Igelspieler aber seine Igelkarte vor sich hin und schiebt gefangene Froschkarten darunter und legt die Froschwürfel oben auf. Am Spielende ergeben die Karten und Würfel Siegpunkte.

Sollten nun mehrere Spieler ihre höchsttaktischen Überlegungen in Richtung desselben Tierbereichs gelenkt haben, muss entschieden werden, wer wieviel Beute erhält.
Dazu besagt die Regel, dass im verschwenderischen Falle von mehr Beute als Nutzniesser, die Beute gleichmässig aufgeteilt wird und alles "Überschüssige" einfach liegen bleibt.
Falls es aber mehr gierige Mampfer gibt, als Beute vorhanden ist, gehen alle Tiere hungrig nach Hause.
Dann freut sich der Spieler, der vielleicht noch als Einziger das höchstplatzierte Tier auf der Hand hat und dieses beim nächsten Zug ungefährdet einsetzt.

In jedem Fall werden alle eingesetzten Tierkarten von den Spielflächen genommen und spielen diese Runde nicht mehr mit - dazu kann man die Karten z.B. unter das jeweilig genutzte Spielbrett schieben.

So verläuft jede Spielrunde über 6 Setzrunden, bis also alle Karten verwendet wurden. Sollte am Ende noch Beute ausliegen, verfällt diese.
Nun wird ausgewertet, welche Beute die Spieler gemacht haben.
Hierfür zählt jeder Spieler seine Karten (Beute und die genutzte Tierkarte), die je 1 Punkt einbringen und die gefangenen Würfel. Dabei zählen die schwarzen Würfel 1 und die roten Würfel (Käse, Fliege, Möhre) 2 Punkte.
Die Summe wird auf dem mitgelieferten Notizblock bei jedem Spieler notiert und es beginnt die nächste Runde, nachdem die Spielfläche wieder mit neu geworfenen Würfeln vorbereitet wurde und die Spieler ihre Karten auf die Hand zurückgenommen haben.

Das Spiel endet nach der 3. Runde und der Spieler mit der höchsten Siegpunktzahl gewinnt.

Die Solitärvariante lässt den Spieler gegen 2 (einfach) oder 3 (schwierig) imaginäre Gegner antreten. Dazu nimmt er sich einen Kartensatz und legt für die Mitspieler in spe auch je einen verdeckt aus.
Das Spiel verläuft nach den Grundregeln und der Solist deckt in der Kartenphase einfach die oberste Karte des jeweiligen Decks der Pseudomitspieler^^ auf, wobei er selbst immer als Erster seine Karte aufdeckt.
Für die Auswertung notiert die Punkte für alle "Spieler".


Mit Om Nom Nom liegt ein vertrackt tolles Familienspiel vor, welches die gängigen Mechanismen mit Würfeln und Karten abdeckt. Es ist ein Glücksspiel, aber eines das zu motivieren weiss, wenn auch häufig auf einer positiv-ärgerlichen Ebene *G*. Denn als Spieler will man häufig einfach nicht wahrhaben, dass ein anderer Spieler so falsch eingeschätzt wurde, wenn dieser dann doch das gerade denkbar ungünstigste Tier im auserkorenen Bereich ausgespielt hat und so die Beutehoffnung zunichte macht. Und doch will es gleich in der nächsten Setzrunde heimgezahlt werden - und gelingt es hier ebenfalls nicht, dann aber auf jeden Fall in der folgenden Spielrunde und wenn da nicht, dann aber..........!
Herrlich, das Spiel weiss mit Mitteln zu motivieren, bei denen andere den Spieler schon längst, sich Haareraufend, vertrieben haben.
Dabei hilft es dem Spiel auch ungemein, dass es mit so einem netten Charme daher kommt. Optisch stimmt einfach alles und das Material ist ebenfalls wertig.
Die Spieldauer ist angenehm kurz, die Regeln einfach und schnell erklärt - die paar Übersetzungsausreisser können getrost ignoriert werden.
So kam in 3er und 4er - Testrunden über mehrere Spiele hinweg immer wieder (Schaden-)Freude auf, die auch ansteckend genug war, das sogar absolute Pechvögel ein Schmunzeln nicht verheimlichen konnten.
Ein gelungenes, kurzweiliges Spiel, dass mehr als ein Geheimtipp werden sollte!



[Wir danken Brain Games für die Bereitstellung des Testexemplars!]
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