Recommend
 
 Thumb up
 Hide
1 Posts

Sultans of Karaya» Forums » Reviews

Subject: german review rss

Your Tags: Add tags
Popular Tags: [View All]
Pascal vE
Germany
flag msg tools
badge
Avatar
mbmbmbmbmb
Deduktionsspiel für 5-15 Spieler ab 12 Jahren von Alex Weldon.

Die Spieler stellen sich den Ungerechtigkeiten im Sultanat Karaya, sind dabei aber in drei Lager gespalten, den loyalen Anhängern des Sultans, die es sich weiterhin gutgehen lassen wollen, den Sklaven, die der Schufterei überdrüssig sind und den neutralen Mitläufern, die sich immer der siegreich anmutenden Seite anhängen wollen.
Hinterlist und Mißtrauen sind dabei an der Tagesordnung, während die Spieler herauszufiden suchen, wer nun für oder gegen wen ist, um schliesslich an der Macht im Sultanat teilzuhaben.


Spielvorbereitung:
Je nach Spielerzahl werden entsprechend viele Karten der jeweiligen Fraktionen (Loyalisten, Rebellen, Neutrale) genutzt und entsprechend heraussortiert, gemischt und verdeckt je eine pro Spieler verteilt.
Eine Karte bleibt immer übrig, diese kommt als Reserve in die Tischmitte und wird im Spielverlauf evtl. benötigt.
Jeder schaut sich seine Karte an und läßt sie dann verdeckt bei sich liegen. Lüge und Betrug sind Teil des Spiels^^, aber eine Karte darf nie angeschaut bzw. freiwillig gezeigt werden, ausser durch Spionieren oder bestimmte Charakteraktionen).
Ein Startspieler wird bestimmt und hiernach folgt immer der Spieler links vom zuletzt aktiven Spieler.


Spielziel:
Die meisten Punkte zu erreichen.


Spielablauf:
Der aktive Spieler hat immer eine von drei Möglichkeiten: "Spionieren", "Tauschen" oder "Charakteraktion nutzen".

- "Spionieren"; der Spieler darf sich die Karte eines Mitspielers ansehen, aber niemals die ausliegende Reservekarte.

- "Tauschen"; der Spieler darf seine Karte mit einem Mitspieler tauschen. Dazu gilt zu beachten, ob die Charakterkarte des Spielers versteckt (Karte liegt verdeckt aus) oder offenbart (Karte liegt offen aus) ist.
Im ersten Fall sucht er sich einen Mitspieler aus und tauscht dessen verdeckte Karte mit seiner, hiernach dürfen beide die Karten ansehen. Im zweiten Fall müssen alle Mitspieler ihre Augen schliessen und der aktive Spieler tauscht seine Karte verdeckt mit der eines anderen, danach dürfen die Mitspieler nachschauen, ob sich ihre Karte geändert hat - der Spieler am Zug könnte ja auch geblufft und nicht getauscht haben.

In beiden Fällen dürfte der Spieler auch mit der Reservekarte tauschen, dies ist die einzige Möglichkeit dazu!
Karten, die gerade zuvor getauscht wurden, dürfen so nicht zurückgetauscht werden und es dürfen nur freie Spieler involviert sein - kein verhafteter Spieler.

- "Charakteraktion nutzen"; der Spieler nutzt die charakterspezifische Aktion seiner Karte während seines Zuges oder die Reaktion (sofern möglich) ausserhalb seines Zuges. In beiden Situationen muss die Karte offenbart sein bzw. werden.

Charakteraktionen-Beispiele:
- Gefangennahme (Sklaventreiber); jeder offenbarte Sklave kann gefangen genommen werden und erhält zur Kenntlichmachung eine Kettenkarte. Solange der Sklaventreiber sich nicht wieder versteckt oder stirbt, muss der jeweilige Sklave diese Runde aussetzen.

- Attentat (Assassine); jeder Spieler kann vom Assassinen getötet werden, nur wenn ein Leibwächter neben dem Opfer oder dem Assassinen sitzt, kann dieser den Anschlag vereiteln und den Assassinen töten (als Reaktion!).

- Vorhersage (Wahrsagerin); die Wahrsagerin darf sich 3 Karten von versteckten Mitspielern anschauen - nicht die Reservekarte! - und tätigt anschliessend eine Vorhersage, welche Fraktion gewinnen wird. Sie selbst gewinnt nur, wenn ihre Vorhersage dann auch eintrifft.

Je nach Aktion können bestimmte Zustände auf Charaktere zutreffen, welche hierzu i.d.R. auch eine passende Karte erhalten: Schlaf (ausgelöst durch Manipulationen des Wesirs, der Spieler kann im Schlaf seine Aktionen nicht nutzen), Verhaftung (vom Leibwächter verhaftete Spieler setzen eine Runde aus), Gefangennahme (gefangene Spieler setzen solange aus, wie der Sklaventreiber sich offenbart hält) und Tod (ein gestorbener Charakter offenbart sich und nimmt am laufenden Spiel nicht mehr teil und wird bei der Sitzreihenfolge auch nicht mehr berücksichtigt).


Spielende:
Das Spiel endet nach 5 Runden und wer die meisten Punkte vorweisen kann, gewinnt.

Punkte erhalten die Spieler nach jeder Runde, je nachdem, ob ihre Fraktion gewonnen hat, oder nicht.

Die Loyalisten (Sultan, Leibwächter) gewinnen, wenn der Sultan offenbart wurde und in der nächsten Runde (lebend, frei) als Aktion den Thron besteigt oder wenn alle Assassinen getötet und höchstens noch 2 Sklaven frei und am Leben sind.

Die Rebellen (Assassinen, Sklaven) gewinnen, wenn der Sultan ermordert wurde oder drei benachbarte Sklaven sowohl frei und offenbart sind.

Die Neutralen (alle anderen^^) können nur mit einer der beiden Fraktionen gewinnen, indem sie sich im Laufe des Spiels auf eine Seite geschlagen haben.

Jeder überlebende Charakter der Gewinner-Fraktion erhält 1 Punkt, wenn er versteckt oder 2 Punkte, wenn er offenbart ist.


Fazit:
'Oh, Sultan!' ist ein simples, schnelles und teils verzwicktes Gruppenspiel, bei dem es gilt, die richtigen Mutmaßungen zur richtigen Zeit anzustellen, um schlussendlich zu den Gewinnern zu gehören. Auch das vorausschauende Einsetzen der Aktionen hilft ungemein, aber natürlich lebt so ein kommunikatives Spiel auch vom Verhandeln und Informationstausch - nicht, dass hier auch wirklich Wahrheiten zutage gebracht werden^^. Hinterlistigkeit ist häufig von Nöten, um selbst zu überleben und so scheut der eine jegliche Aktion und der andere reagiert permanent.
Dies ist auch die Crux solcher Spiele, wer sich nicht auf derlei Interaktion einlassen mag und dies im spielerischen Sinne mitfördert, wird sich bald langweilen oder Unwohl fühlen.
Wem sowas gefällt bzw. nichts ausmacht, ist hier gut aufgehoben, allerdings sollten doch mindestens 8+ Spieler teilnehmen, unsere 5er-Runden waren sehr schnell durchschaut.
Die Spieldauer passt sich natürlich der Teilnehmerzahl an, aber insgesamt verläuft alles doch recht zügig und so können die vorgegebenen fünf Runden gut in einen Spieleabend mit weiteren (anderen) Spielen eingebaut werden.
Die Aufmachung der Karten ist hübsch, passt atmosphärisch und die Haltbarkeit der Karten läßt sich ebenfalls als gut einstufen.
Es gibt derweil viele solcher Gruppenspiele am Markt, daher sollte sich jeder Interessierte überlegen, ob das Thema anders genug ist, um mehrere Spiele dieser Art besitzen zu wollen. Entscheidet man sich aber (auch) für dieses, wird man sicherlich nicht enttäuscht.



weiterführende Hinweise:
- BGG-Eintrag: http://boardgamegeek.com/boardgame/94365/sultans-of-karaya
- HP: http://www.heidelbaer.de/dyn/products/detail?ArtNr=HE429
- Anleitung: deutsch
- Material: deutsche Texte (Aktionskarten, Übersichten)
- Fotos: http://www.heimspiele.info/HP/?p=5727
1 
 Thumb up
 tip
 Hide
  • [+] Dice rolls
Front Page | Welcome | Contact | Privacy Policy | Terms of Service | Advertise | Support BGG | Feeds RSS
Geekdo, BoardGameGeek, the Geekdo logo, and the BoardGameGeek logo are trademarks of BoardGameGeek, LLC.