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Pascal vE
Germany
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Planspiel für 2-5 Spieler ab 10 Jahren von Hubert Bartos und Lukasz S. Kowal.

Die Spieler planen, bauen und optimieren eine Stadt. Dies führen sie gegeneinander durch und wetteifern so um die nötigen Ressourcen und günstigen Bauplätze. Wer am Ende dann die meisten Siegpunkte durch geschicktes Bauen bekommen konnte, gewinnt schliesslich.


Spielvorbereitung:
Die Punktetafel wird bereit gelegt und um sie herum alle benötigten Vorräte. Oberhalb die städtischen E- und Wasser-Werke und Gras-/Wasserlandschaftsplättchen, unterhalb die Marker für Strom (rot), Wasser (blau) und Produktionsgüter (gelb) sowie das Geld (1er, 5er, 10er, 25er). Zur Linken werden die Bauplättchen, nach den rückseitigen römischen Ziffern (I-IV) sortiert, als Stapel abgelegt.
So hat man alles beisammen und eine gute Vorratsübersicht.

Die 4 Startstadtplättchen ("S" auf der Rückseite) werden tischmittig aneinandergelegt - bei 2-3 Spielern kommen hier noch Wasserplättchen hinzu, um die Ausrichtung der zukünftigen Ausbreitung zu beschränken.

Die Spieler erhalten ihre Wunschmarker (5 versch. Spieler-Logos à 25 kl. Papp-Plättchen) und legen einen hiervon auf das Feld "0" der Punkteleiste und einen auf die Reihenfolgeleiste (zu Spielbeginn zufällig, später ergibt sich die Reihenfolge nach vorhandenem Kapital) sowie 20-28$ Startgeld (der Startspieler erhält 20$ und die nachfolgenden Spieler je 2$ mehr).


Spielziel:
Die meisten Siegpunkte zu erhalten!


Spielablauf:
Das Spiel entfaltet sich über vier Runden und jede Runde besteht aus 5 Phasen.

1) "Bestimmen der Spielerreihenfolge"; abgesehen von der Startrunde wird hier immer der Spieler mit dem geringsten Kapital auf Platz 1 gestellt und die nachfolgenden Plätze entsprechend der aufsteigend vorhandenen Barschaft der Spieler aufgeteilt.

2) "Neue Bauplättchen erhalten"; es werden von den vier verdeckten Stapeln (I-IV) zufällig Plättchen gezogen (6 pro Spieler), gemischt und anschliessend je 6 an die Spieler verdeckt verteilt.
Jeder Spieler schaut sich "seine" sechs Bauplättchen an, entscheidet sich für eines, dass er zunächst behält und gibt die fünf Übrigen an seinen linken Nachbarn weiter.
Dies geschieht reihum solange, bis jeder Spieler wieder 6 Plättchen vor sich liegen hat, mit denen er nun "arbeiten" muss. Auf die Art ist gewährleistet, dass eine gute Mischung vorliegt und niemand vom Glück arg benachteiligt wurde.

3) "Bauen"; gemäß der Spielereihenfolge beginnt der Startspieler damit eines seiner Bauplättchen aus- und anzulegen, dabei muss das neue Plättchen mindestes eine Seite eines vorhandenen Plättchens berühren, ansonsten ist es egal, wo ein neues Gebäude angelegt wird.

Die Gebäudeplättchen zeigen eine Abbildung des Gebäudes, links oben ein Symbol für den Stadtviertelbereich (Wohnungen, Büros, Fabriken, etc.), links unten die Kosten in $ und unten die Produktionsabläufe (wenn XY geliefert wird, wird YX produziert).
Manche Gebäude haben darüber hinaus noch spezielle Eigenschaften, wie variable Kosten (je mehr beim Bau investiert wird, desto mehr erhält der Spieler nach dem Bau an Boni zurück), Recyclingfähigkeiten (Bsp.: die E- und Wasserwerke sind beidseitig bedruckt, so gibt es auf der einen Seite mehr Ressourcen als auf der anderen, dafür werden auf dieser dann jede Runde die Ressourcen erneut hergestellt), Extrapunkte für Bauten in gleichen Gebieten, u.a.

Anstelle des Baus eines eigenen Gebäudeplättchens, kann eines auch abgeworfen werden und dafür ein E- oder Wasserwerk aus dem Vorrat genommen, bezahlt (werden immer teurer) und gebaut werden. Anschliessend werden entsprechend der Abbildung X Ressourcen Strom oder Wasser hierauf gelegt.

Als dritte Option besteht die Möglichkeit ein Gebäudeplättchen für 5$ zu verkaufen.

Dies wird abwechselnd (1. Plättchen: Startspieler, nachfolgende Spieler, 2. Plättchen: dann wieder der Startspieler, nachfolgende Spieler, usw.) durchgeführt, bis alle Spieler ihre 6 Plättchen ausgespielt haben.


4) "Versorgung und Produktion"; nun müssen die Gebäude versorgt werden, zumindest die, von denen man sich positive Produktion erhofft - es beginnt wieder der Startspieler gemäß der Spielerreihenfolge.
Nun müssen also die auf dem jeweiligen Gebäudeplättchen geforderten Ressourcen herangeschafft werden. Strom und Wasser wird durch die Stadt transportiert. Dazu wählt man eines der Werke aus und zahlt pro Ressource 2$ an den Besitzer und zählt dann von dort die fremden Gebäudeplättchen, bis zum eigenen Zielgebäude und muss hierfür 2$ Transportgebühr pro (fremden) Plättchen an den jeweiligen Spieler bezahlen. Bei den Stadtwerken zahlt man pro Ressource ebenfalls 2$, aber für den Weg über Stadtplättchen nur einmalig 2$ und nicht pro Plättchen.
Wohl dem, der nahe an E- oder Wasserwerken gebaut hat, eigene Werke besitzt oder durch taktisches^^ Platzieren eigener Plättchen gute Wege ausliegen hat, um möglichst wenig bis gar nichts für Transporte zahlen zu müssen.

Sind alle nötigen Ressourcen am Gebäude angekommen - sie verbleiben dort bis zum Rundenende -, erhält der Spieler die abgebildeten Produktionsergebnisse (Siegpunkte, Geld, Güter).

Dies wird abwechselnd (Startspieler, nachfolgende Spieler, usw.) durchgeführt, bis alle Spieler ihre (möglichen) Gebäude versorgt haben.

5) "Vorbereitung der nächsten Runde"; alle benutzten Ressourcen werden wieder in ihre Vorräte gelegt. Sollten noch Ressourcen auf den Kraftwerken liegen, bleiben sie dort liegen und Kraftwerke mit dem Recycling-Symbol erhalten Nachschub.


Spielende:
Nach der vierten Spielrunde endet das Spiel und nach der Endabrechnung (pro 10$ gibt es noch 1 Siegpunkt), gewinnt der Spieler mit den meisten Siegpunkten.


Fazit:
City Tycoon spielt sich flüssig und schnell. Die Anleitung ist übersichtlich und strukturiert aufgebaut, die Rundenabläufe einfach und eingängig. Echte Wartezeiten gibt es nicht, da alle Spieler rasch an die Reihe kommen, durch das laufend abwechselnde Ausspielen. Optik und Material sind thematisch passend und gut, nur hätte man den Gebäuden vielleicht noch Namen bzw. Bezeichnungen geben können, dies hätte der Atmosphäre zusätzlich gut getan, da so das Spiel etwas arg anonym verläuft. Es werden halt beliebige Gebäude gebaut, die sich meist nur nach dem Ressourcenverbrauch unterscheiden - die Grafiken sind sehr schön, aber etwas futuristisch abstrakt, so dass man nicht immer wirklich weiss, was da gebaut wird^^.

Der taktische Anspruch ist allerdings durchgehend gegeben und fordert Gelegenheits- wie Vielspieler, da laufend umgedacht werden muss, wenn ein Gegenspieler sich an vermeintlich ungünstiger Stelle breit macht oder vom eigenen Kraftwerk dreist Ressourcen abzweigt.
So macht das Spiel auch noch nach mehreren Runden Spaß und findet immer wieder mal seinen Weg auf den Spieltisch. Im direkten Vergleich liegt unserer Meinung nach aber Suburbia noch vorne, auch wenn sich CT schneller spielt!

Das Spiel funktionierte in 2er, 3er und 4er Runden gleich gut und die Spieldauer war jedesmal im Rahmen von recht angenehmen 1-2 Stunden.

Rundum kann das Spiel jedem Städtebau-Spielefan durchaus ans Herz gelegt werden und es kuschelt sich gerne im Regal an die evtl. anderen Genrekollegen, ohne zu stören!



weiterführende Hinweise:
- Verlag: Rebel.pl
- BGG-Eintrag: http://www.boardgamegeek.com/boardgame/104994/city-tycoon
- HP: http://www.rebelgames.eu/x.php/7,388/City-Tycoon.html
- Anleitung: englisch, polnisch
- Material: sprachneutral
- Fotos: http://www.heimspiele.info/HP/?p=6507
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