Recommend
2 
 Thumb up
 Hide
1 Posts

King of New York» Forums » Reviews

Subject: King of New York: Rezension eines King of Tokyo Fans rss

Your Tags: Add tags
Popular Tags: [View All]
Tyler Durden
Germany
Goettingen
flag msg tools
Brettspielblog.net
badge
Visit my blog: www.brettspielblog.net
Avatar
mbmbmbmbmb


Endlich ist der Nachfolger von King of Tokyo da und alle Welt, inklusive mir fragt sich: Brauch man das? Reicht King of Tokyo nicht? Das Spiel war beliebt, gut, einfach, elegant.
Hatte aber durchaus auch ein paar Schwächen, weil es oft auch lange Passagen im Spiel geben konnte, die sehr unaufgeregt waren und es manchmal auch Partien gab, die allgemein so vor sich hin plätscherten.
Bei King of New York hatte ich in erster Linie Angst, dass durch das hinzufügen der Gebäude und der Militäreinheiten zu viel um das eigentlich simple und elegante Spiel drumherum gebaut wird und das Spiel so unnötig überladen wird ohne dadurch wirklich etwas zu gewinnen.

Ich bin froh, dass sich diese Befürchtung nicht bewahrheitet hat. Im Gegenteil, King of New York gefällt mir noch besser als King of Tokyo und bügelt fast alle Schwächen des Vorgängers aus. Ich habe zu dem Spiel einmal ein Video erstellt, wo ich zeige wie es aufgebaut ist, worum es geht und wie der Spielablauf ist. Für etwas detailliertere Informationen diesbezüglich also einfach in das Video schauen.

Generell geht ins King of New York darum, dass die Spieler in die Rolle von Monstern schlüpfen und in New York City randalieren. Dabei wollen sie entweder den größten Ruhm sammeln, schließlich haben auch Monster Egos und wollen gerne am beliebtesten sein. Und falls das mit dem Ruhm sammeln nicht so ganz klappen will können wir auch einfach alle anderen Monster in den Erdboden stampfen und als letztes randalierendes Monster den Sieg an uns reißen.

Um das zu erreichen würfeln wir. Man hat sechs Würfel zur Verfügung und darf bis zu 3x würfeln. Die einzelnen Seiten zeigen unterschiedliche Symbole. Dabei können wir wahlweise einfach Siegpunkte sammeln, Gebäude oder Einheiten in unserem Stadtviertel angreifen, Lebenspunkte heilen, andere Monster angreifen, Energie sammeln oder bekommen Autsch-mäßig eins über die Rübe von etwaigen Militäreinheiten.

Diesmal gibt es auch einen richtigen Spielplan. Er zeigt fünf verschieden Stadteile von New York. In jedem Stadtteile gibt es drei Stapel mit jeweils 3 Gebäuden die man zerstören kann. Zerstört man ein Gebäude erscheint dafür eine Militäreinheit, die einem später Schaden machen kann. Sowohl zerstörte Gebäude als auch zerstörte Militäreinheiten bringen einem entweder Siegpunkte, Energie oder Lebenspunkte. Gerade Teile die Lebenspunkte bringen sind z.B. in Manhattan sehr praktisch.
Manhattan ist in drei Areale unterteilt und ist zu beginn leer.
Wer nach Manhattan geht, erhält dafür einen Siegpunkt. Schafft man es eine ganze Runde in New York zu bleiben kann man gewürfelten Schaden auf alle Monster machen, das kann denen schon sehr weh tun. Dafür bekommt man aber auch eine ganze Runde lang von jedem eins über den Schädel. Daher gibt es Belohungen für das Verbleiben in Manhatten. Nach der ersten Runde erhält man 1 Energie und 1 Siegpunkt, nach der zweiten Runde 1 Energie und 2 Siegpunkte und ab der dritten Runde in Manhattan erhält das jeweilige Monster imm 2 Energie und 2 Siegpunkte. Dafür kann man sich in Manhattan aber auch nicht heilen.
Daher kann man auch jederzeit, wenn man Schaden von einem anderen Monster bekommen hat Manhattan verlassen und in einen anderen Stadtteil gehen.

Pro Stadtteil darf es maximal zwei Monster geben und auch das Fliehen in andere Stadtteile ist nicht immer gesund. Wenn dort viele Militäreinheiten sind kann ein anderer Spieler diese durch drei Autsch-Symbole aktivieren, wobei er dabei ALLE Militäreinheiten in ihrem jeweiligen Stadtteil aktiviert. Je weiter das Spiel voranschreitet, desto mehr Militäreinheiten tummeln sich in der Regel in den Bezirken, so dass man dadurch noch eine neue taktische Variante bekommt mit der man auch wenn man nicht in Manhattan ist, mehreren Monstern schaden kann (oft allerdings auch sich selbst).

Siegpunkte sammelt man auch nicht mehr so einfach wie bei King of Tokyo. Man muss erstmal drei Sterne Würfel. Gelingt dies, bekommt man die Superstarkarte und ab da bringt einem jeder gewürfelte Stern einen Punkt, aber nur solange bis einem niemand anderes mit drei gewürfelten Sternen diese Karte abnimmt.

Energie schließlich benötigt man um sich eine der drei ausliegenden Aktionskarten zu kaufen. Diese modifizieren die Regeln und sind extrem zahlreich vorhanden. Teilweise nicht so geil, teilweise recht mächtig. Dementsprechend gibt es oft auch Partien, in denen die Aktionsarten gar keine Rolle spielen und in anderen können sie sehr entscheidend und heißbegehrt sein. Die Grafiken sind sehr witzig, genau wie die Kartennamen und die Effekte sehr variationsreich.

Der Vergleich zu King of Tokyo:
Zunächst einmal ist es schade, dass die Monster genau wie bei King of Tokyo auch alle genau gleich sind. Sie haben keine individuellen Sonderfähigkeiten. Das wird wohl auch hier per Erweiterung kommen, ich hoffe dass es nicht so lange dauert. Aber das ist eigentlich gar nicht so schlimm, denn in King of New York ist deutlich mehr los. Das Spiel hat etwas mehr Tiefgang und ist etwas komplexer, bleibt dabei aber immer noch ein einfaches, relativ schnelles Spiel. Unsere Partien uz fünft haben so ca. 45 Minuten gedauert.
Eindeutig von Vorteil ist auf jeden Fall, dass es mehr Seiten auf den Würfeln gibt, bei denen wirklich etwas passiert. Dadurch das die 1en, 2en und 3en entfernt wurden und jetzt zu den Sternen, die die 1en ersetzen noch Zerstörungs- und Autschsymoble hinzukommen gewinnt das Spiel.
Das Randalieren in den Stadtteilen ist unglaublich thematisch und jetzt sind endlich immer alle Monster auf dem Spielplan (solang sie noch leben). Es ist viel los auf dem Spielplan und wie im „echten Leben“ zerstören die Monster die Gebäude unabsichtlich im Vorbeigehen. Man ist einfach zu groß für diese Stadt. Und dass dann das Militär zurückschlägt fühlt sich ebenfalls sehr gut an und sorgt dafür, dass der Spielplan auch wirklich relevant ist.

Man kann sich nicht mehr so einigeln und versuchen sich aus allem rauszuhalten und einfach auf Punkte zu gehen. Auch dass man durch die Autsch-Symbole jetzt negative Effekte auslösen kann ist gut, denn so würfelt man vlt. nicht immer pauschal dreimal sondern gibt sich auch schonmal mit einem halbwegs brauchbaren Würfelergebnis zufrieden, bevor man sich noch aus versehen selbst wegnuked.

Fazit:
Wer King of Tokyo mochte wird King of New York in den meisten Fällen lieben. Wer King of Tokyo nett, aber nicht so wirklich überzeugend fand, sollte auch nochmal einen Blick auf King of New York werfen. Wer KoT schon immer richtig grottig fand, wird wohl auch von King of New York nicht so angetan sein.
Bei mir wird King of Tokyo wahrscheinlich gar nicht mehr gespielt, und spätestens sobald King of New York: Power Up rauskommt und die Monster alle individuelle Sonderfähigkeiten wird King of Tokyo verkauft. Es war zwar eigentlich ein Spiel, welches ich als ewigen Keeper in meiner Sammlung angesehen habe, aber King of New York verbessert einfach so viele, dass ich keine Notwendigkeit sehe, beide Spiele zu besitzen.

Wer überlegt, ob er sich King of Tokyo oder King of New York holen sollte, dem würde ich eindeutig dazu raten sich King of New York zuzulegen. Absolut tolles Party-Spaß-Spiel. Wenn ihr es euch zulegt: Viel Spaß damit !
 
 Thumb up
 tip
 Hide
  • [+] Dice rolls
Front Page | Welcome | Contact | Privacy Policy | Terms of Service | Advertise | Support BGG | Feeds RSS
Geekdo, BoardGameGeek, the Geekdo logo, and the BoardGameGeek logo are trademarks of BoardGameGeek, LLC.