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In the Name of Odin» Forums » Reviews

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Malte Kühle
Germany
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Die komplett bebilderte Rezension findet ihr wie immer hier:

https://brettspielnews.com/2016/11/12/im-namen-odins/

Ein Spiel für 2-5 Spieler

In Im Namen Odins versuchen die Spieler durch geschicktes Nutzen verschiedener Aktionen der einflussreichste Jarl zu werden. Dabei können sie Wikinger anheuern, um zu plündern, ihr Dorf ausbauen und Schiffe oder Helden anwerben. Eines vorweg: Ich habe auf der Messe die englische Version „In the name of Odin“erstanden. Auch die Bilder sind von der englischen Version, somit ist der Kartentext logischerweise auch englisch. Wie ich heute festgestellt habe, wird es das Spiel aber vom Heidelberger Spieleverlag auch auf deutsch geben. Ein Grund mehr also, sich genauer damit zu beschäftigen!

Spielmaterial- und Aufbau

Die Ausstattung des Spiels ist auf jeden Fall opulent. Als erstes ins Auge fallen der riesige, schön gestaltete Spielplan und die Wikinger-Miniaturen. Es gibt 3 verschiedene Miniaturen in Rot, Blau und Grau. Auch die zahllosen Karten sind grafisch ein Hingucker und das ganze Spiel schafft es durch das Artwork eine schöne, teils düstere Atmosphäre zu schaffen. Die Spielertableaus sind aus dünner Pappe, der Spielplan und die Tokens aus sehr wertiger, dicker Pappe. Auch die Karten machen einen guten Eindruck und sind auch nach einigen Partien noch nicht sichtbar abgenutzt. Einziger minimaler Kritikpunkt: Für die 5 Spieler gibt es je eine Wertungsscheibe aus Holz. Die Farben, die hier gewählt wurden sind dann eher nicht stimmungsförderlich (der lila Wikinger passt nicht so ganz ins Bild) und jede Scheibe ist nur einmal enthalten. Da es sonst kein Material in Spielerfarbe gibt, wäre jeweils eine zweite Scheibe zur Zuordnung sicher hilfreich gewesen.

Zu Beginn des Spieles werden die jeweiligen Kartendecks gemischt und auf die entsprechenden Felder des Spielplans werden Karten offen ausgelegt. Für jeden Nachziehstapel gibt es auch ein entsprechendes Feld auf dem Spielplan. Von den Raid-Karten wird abhängig von der Spielerzahl nur eine gewisse Anzahl bereitgelegt. Jeder Spieler erhält ein Tableau und 6 Aktionskarten. Die Wikinger-Miniaturen werden in der Methalle bereitgestellt und die Tokens auf den entsprechenden Feldern platziert und es kann losgehen.


Spielablauf

Das Spiel wird über mehrere Runden gespielt, bis alle Raid-Karten abgehandelt wurden. Wenn ein Spieler am Zug ist, hat er mehrere Aktionen zur Auswahl, die er beliebig oft und in beliebiger Reihenfolge durchführen kann, so lange er sie mit Aktionskarten bezahlen kann. Auf den Aktionskarten sind immer zwei Kartensymbole zu sehen: Das obere steht für eine der drei Wikingerarten, das untere wird für die anderen Aktionen benötigt. Auch hier gibt es drei verschiedene Symbole. Jede Karte kann nur einmal verwendet werden, man muss sich also entscheiden, für welche Aktion man eines der entsprechenden Symbole nutzt. Am Ende eines Zuges zieht der Spieler wieder auf 6 Handkarten auf. Im wesentlichen haben die Spieler folgende Aktionen zur Verfügung:

Tauschen

Einmal pro Zug darf ein Spieler eine Handkarte mit einer offen liegenden Karte der Auslage tauschen. Zusätzlich kann er vor dem Tausch eine Handkarte abgeben, um die Auslage komplett zu erneuern.

Helden anheuern

Für die entsprechende Anzahl an Heldensymbolen (2-4) kann sich der Spieler einen der Helden aus der Auslage nehmen. Helden haben entweder einen Raid-Effekt, der beim plündern zum Einsatz kommt, oder eine bestimmte Aktion. Außerdem haben sie ein Symbol in einer der Wikingerfarben und dienen beim Plündern als Unterstützung. Ohne Held darf ein Spieler nicht plündern! Hat ein Spieler bereits einen Helden in seiner Auslage, muss er diesen sofort ablegen, wenn er einen neuen kauft.

Heldenaktion nutzen

Nutzt ein Spieler die Aktion seines Helden, führt er sie den Anweisungen gemäß aus und legt den Held danach ab. Helden werden (wie alle anderen Karten mit Ausnahme der Aktionskarten) immer wieder unter den Nachziehstapel gelegt.

Ein Schiff bauen

Gibt ein Spieler 3 Schiff-Symbole ab, kann er sich ein Schiff nehmen. Ein Schiff kann nicht wieder abgelegt werden, es sei denn, es wird durch Plündern zerstört. Schiffe haben eine Reichweite (1-4), bringen bei Spielende evtl. Siegpunkte ein und haben unterstützen teilweise bei der Plünderung durch entsprechende Symbole.

Ein Schiff reparieren / zurückholen

Für 2 Schiff-Symbole kann ein Spieler einen Schaden von seinem Schiff entfernen oder es nach einer Plünderung zurück holen.

Ein Bautoken erwerben

Bautoken werden zum Errichten von Gebäuden benötigt. Sie werden jedoch immer teurer, da ihr Preis gleich der Summe der Gebäude plus vorhandene Bautoken plus 1 eins ist. Dieser Preis ist in grünen Bau-Symbolen zu zahlen. Das erste Bautoken kostet also nur ein Symbol, das zweite schon 2 usw.

Ein Gebäude errichten

Jeder Spieler kann 5 verschiedene Gebäude errichten. Jede Gebäudeart hat ein für sie vorgesehenes Feld auf dem Tableau und kann somit auch nur einmal gebaut werden. Um ein Gebäude zu bauen, muss man ein Bautoken sowie 3 grüne Bau-Symbole abgeben. Die verschiedenen Gebäude haben immer eine grundsätzliche Funktion und eine besondere. So kann z.B. das Handkartenlimit auf 7 erhöht werden, das Wikingerlimit auf 14, die Anzahl Schiffe auf 2 usw. Außerdem bieten die meisten Gebäude ein Bonussymbol, das einmal pro Runde für die Aktionen genutzt werden kann.

Wikinger rekrutieren

Gegen Abgabe der entsprechenden Symbole kann man Wikinger rekrutieren. Dabei darf ein Spieler maximal 10 Wikinger besitzen. Gibt man 1/2/3 gleiche Symbole ab, erhält man dafür 1/3/6 Wikinger derselben Farbe.

Plündern

Um zu plündern muss ein Spieler einen Helden, ein Schiff und ausreichend Wikinger haben. Außerdem muss sein Schiff die entsprechende Reichweite des Ortes, der geplündert werden soll vorweisen. Der Spieler benennt den Ort und gibt die entsprechend abgebildeten Wikinger in den Vorrat ab. Dabei kann er die Boni seines Helden und seines Schiffes sowie die Boni von Gebäuden nutzen. Dann darf jeder Spieler eine Karte aus der Hand ablegen, bis insgesamt 3 Karten ausgelegt wurden. Falls nicht genug Spieler Karten ablegen, werden die übrigen vom Stapel aufgedeckt., Die nun offen liegenden Aktionssymbole kann der plündernde Spieler durch Abgabe der selben Symbole entfernen. Je weniger er entfernen kann, desto schlechter wird seine Punkteausbeute. Er erhält anschließend sofort die entsprechenden Siegpunkte für die gesamte Plünderung. Dann bekommt sein Schiff einen Schadensmarker und wird umgedreht, da es nun erst nach Hause zurückgeholt werden muss. Jeder Schadensmarker reduziert dabei die Reichweite eines Schiffes um 1. Wenn ein Schiff eine Reichweite von null hat, versinkt es sofort und wird abgelegt. Auch der Held verlässt den Spieler nach der Plünderung


Spielende

Nachdem der letzte Ort geplündert wurde, endet das Spiel sofort, es dürfen keine weiteren Aktionen mehr durchgeführt werden. Die Spieler addieren die Siegpunkte ihrer Gebäude und Schiffe zu den bereits gesammelten Punkten. Dann gibt es noch Punkte für Wikinger: 1 Punkt je 3er Set einer Farbe und 1 Punkt je 3er Set aus 3 verschiedenen Farben. Dabei kann ein Wikiinger zu 2 Sets gehören. Der Spieler mit den meisten Punkten ist der einflussreichste Jarl und gewinnt!


Fazit

Im Namen Odins ist ein schönes, stimmiges Spiel mit einfachen Mechanismen. Es ist schnell gelernt und schnell gespielt. Das Material und die Grafik stechen heraus und lassen (bis auf die Holzscheiben) keine Wünsche übrig. Das Spiel bietet verschiedene Möglichkeiten, Punkte zu generieren und man sollte seine Mitspieler ständig im Auge behalten, da sie einem gerne die Pläne durchkreuzen. Direkte Interaktion gibt es jedoch nicht, nur durch Wegnehmen entsprechender Karten kann man den anderen Schaden. Insgesamt habe ich bei der opulenten Aufmachung des Spiels ein etwas komplexeres Spiel erwartet. Trotzdem war ich nicht enttäuscht, da es gerade mit Gelegenheitsspielern gut zu spielen ist. Und das beste aus den wenigen Handkarten zu machen fordert auch Vielspieler heraus. Trotzdem wird es in meiner Vielspielerrunde eher seltener auf den Tisch kommen. Zu zweit habe ich es bis jetzt nicht ausprobiert. Am besten gefällt es mir zu dritt oder zu viert, da bei 5 Spielern die Downtime doch recht hoch ist, vor allem im Vergleich zur gebotenen Komplexität. Alles in allem macht man bei „Im Namen Odins“ also nichts verkehrt, wenn man ein schönes, einfaches Spiel sucht und am besten das Thema Wikinger gerne mag. Wenn man auf der Suche nach einem komplexen Strategiespiel ist, sollte man allerdings weitersuchen.
 
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M. S.
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Vblade wrote:

Plündern

.....Dabei kann er die Boni seines Helden und seines Schiffes sowie die Boni von Gebäuden nutzen.



Bitte korrigiere mich, aber beim Plündern darf man nur die Boni von Helden und SChiffen nutzen....Gebäude nicht, da die ja sozusagen "an Land" bleiben.

Ansonsten: Schöne Rezi
 
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Malte Kühle
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mb
Braz wrote:
Vblade wrote:

Plündern

.....Dabei kann er die Boni seines Helden und seines Schiffes sowie die Boni von Gebäuden nutzen.



Bitte korrigiere mich, aber beim Plündern darf man nur die Boni von Helden und SChiffen nutzen....Gebäude nicht, da die ja sozusagen "an Land" bleiben.

Ansonsten: Schöne Rezi


Danke!

In der englischen Anleitung, Seite 9 steht zu den Boni beim Raid:
"The player may receive discounts from the symbols on their Hero, Buildings and Longships."
 
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