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Volker S.
Germany
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Dear English readers: I am sorry, I writing this in my native tongue, but you can still take a look at the pictures and maybe Google Translate may help. These pictures show the actual result (electronic is still missing):



Vorgeschichte
Wie die meisten leidenschaftlichen Brett- und Rollenspieler habe ich in vor einigen Jahren die ersten richtigen Brettspieltische mit Vault, Kläppchen und Schubladen im Internet gesehen und war sofort verliebt. So einen Tisch musste ich haben, aber es gab zwei wesentliche Probleme:
Erstens war er zu teuer und zweitens zu groß.

Das zweite Problem hat sich durch einen Umzug in ein Haus mit einem großen Partykeller mittlerweile gelöst – das erste besteht, zumindest insofern, als dass ich das Geld vielleicht hätte aber nicht dafür investieren möchte.

In den letzten Jahren im Beruf habe ich aber noch etwas anderes bemerkt: Wenn ich des Abends mal ein halbes Stündchen und am Wochenende etwas mehr in der Holzwerkstatt verbringe, hilft mir das ungemein vom stressigen Alltag abzuschalten.

Diesen Herbst schlug ich also den Knoten durch und begann mit dem Bau des Tisches.

Wichtige Tipps
• Baue Prototypen aus alten Holzresten.
• Teste die Einstellung der Säge an alten Holzresten.
• Achte bei den sichtbaren Teilen von Anfang an auf die Maserungsrichtung.
• Bohre Schrauben im „oberen“ Holzstück immer vor, dann zieht die Schraube beide Stück zusammen.
• Ungenauigkeiten am Anfang bedeuten doppelte Arbeit später im Projekt.
• Spanne einen dünnen Holzrest (z.B. Schrankrückwand) beim Sägen mit der Stichsäge von unten drunter und säge dann von unten. Dadurch kannst du genauer dem Strich folgen und es reißt nichts aus.
• Um kleinste Unebenheiten auszugleichen, hilft es oft, beim Leimen und Schrauben kleine Pappstücke oder Furnierreste zwischenzukleben.
• Kaufe nur das Holz, das Du für den nächsten Schritt brauchst, manchmal plant man um – oder vielleicht siehst du auch, dass es gar nicht geht.

Benutzte Geräte
• Tischkreissäge mit Anschlag
• Stichsäge
• Lamellofräse
• Standbohrer, passender Topfbohrer für Getränkehalter
• Dreiecksschleifer
• Akkuschrauber

Benutzte Werkzeuge
• Schraubzwingen zum Leimen
• Einhandzwingen zum schnellen Fixieren
• Guter Bleistift, Geodreieck und Zollstock zu Anzeichnen
• Feile und Schleifpapier für die Feinarbeit
• Schraubendreher mit Biteinsatz in extrakurz, extralang und mit biegsamer Spitze
• Leim und Küchenkrepp
• Zange, Hammer, Gummihammer
• Rolle und Schwamm für den Hartwachs

Sachkosten
390€ für Holz (da wären sicher 50€ wegen Verschnitt und Vermessen zu sparen gewesen)
90€ für Schrauben und Beschläge (da sind natürlich einerseits Reste aus der Werkstatt eingeflossen, andererseits Reste für 25€ übriggeblieben
15€ für Leim und Dübel
75€ für Becherhalter und passenden Topfbohrer
90€ für Hartwachs, Rollen und Schleifmittel
(es fehlen noch die Kosten für Elektronik)

Zeit
Die Angaben sind geschätzt, ich habe nicht wirklich Buch geführt:
4h Planungszeiten
6h Einkaufszeiten
17h Holzarbeiten
15h Lackierung und Schleifen

Prototypen
Seit ich zum ersten Mal diese ausklappbaren „Private Areas“ gesehen habe, wollte ich solche nachbauen. Ich hatte also schon mit alten Scharnieren und Holzresten experimentiert und dabei drei wichtige Erkenntnisse gewonnen:

Erstens kann ich mit meinem Equipment keine ausreichend genauen Diagonalschnitte, es wird also alles rechtwinklig.

Zweitens brauchte (wollte?) ich eine Lamellofräse, damit man oben auf der Tischplatte keine Schrauben sieht. Ich habe mir das billige 50€-Teil aus dem Baumarkt geholt, das für meine Zwecke absolut ausreichend war. Wenn man zwei Bretter rechtwinklig ohn sichtbaren Dübel verleimen will, will man die Fräse nicht mehr missen.

Drittens brauchen diese Klappen stabile Scharniere, ich habe mich für die doppelt geschlagenen entschieden, die biegen sich auch unter viel Zug nicht auf.

In dieser Beschreibung wechseln sich Planungs- und Ausführungsschritte ab. Das liegt daran, dass ich solche Projekte immer etwas agiler durchführe. Oft weiß man ja nicht genau, ob man das eine oder andere wirklich so hinkriegt, also plane ich erstmal bis Punkt X und dann sehe ich weiter.

Planung 1: Holz
Durch die Verfügbarkeit der Scharniere an 20mm war auch die Holzentscheidung recht einfach: mindestens 20mm dick. Ich habe mich dann für 21mm Birke Multiplex entschieden. Ich mag die Optik, auch mit dem Blick auf die einzelnen Lagen von der Seite. Multiplex ist gerade für auf Form gesägte Stücke in alle Richtungen extrem stabil und auf der Oberfläche recht hart gegen die Spieler mit den Eisenwürfeln.

Für die Tischbeine hätte ich auch gerne Birke gehabt, aber leider gab es die nicht hier im Baumarkt. Schweren Herzens habe ich mich erstmal für gehobelte 80x80mm Kanthölzer aus Fichte besorgt, in dem Wissen, dass ich die Füße entweder später nochmal austauschen oder mit Multiplex verkleiden kann.

Planung 2: Struktur
Inspiriert von den diversen Eigenbauten auf Boardgamegeek, hatte ich mich schnell für eine doppelkreuzförmige tragende Struktur entschieden. Damit kann ich die Füße in den Ecken versteckt montieren, bin aber in der Lage, diese für den Transport aus dem Keller heraus abzunehmen.
Außerdem war ich so erstmal flexibel bezüglich der Klappen und Getränkehalter am Rand, da ich mir zu Beginn des Projektes nicht sicher war, was ich alles hinkriegen würde, und was nicht.

Auch die innere Vaultfläche wollte ich abnehmbar machen. Einerseits habe ich ja vielleicht irgendwann doch mal Lust, stattdessen einen Bildschirm einzubauen, andererseits habe ich so bei eventuellen späteren Transporten des Tisches nur den sehr schweren Außenring am Stück zu tragen. Dann kann man den gut greifen bzw. sogar auf die Schultern legen.

Planung 3: Dimensionen
Bei der Größenplanung muss man gibt es vier wichtige Faktoren: Die Größe des Raumes, die Größe der Spielfläche, die Größe der Fläche in den Private Areas und die Länge der Spielerarme.

Für die Größe des Raumes setzt man sich mal bequem zurückgelehnt an den aktuellen Brettspieltisch und schaut, wieviel Platz hinter einem noch benötigt wird, um ohne viel Quetschen herum zu gehen. Erfahrungsgemäß ist das ohne Klappe etwa 1m. Zum Glück ist mein Zielraum im Keller ausreichend groß, so dass ich hier nicht so sehr nachdenken musste.

Für die Größe der Spielfläche habe ich mein größtes Spielbrett aus dem Schrank genommen „Railroad Tycoon“, dafür brauche ich etwa 95x125cm. Mit einigen anderen Spielen, vor allem mit den Langläufern (für die man ja den Vault unbedingt braucht) habe ich das verifiziert. Für die Galaxie bei Twilight Imperium braucht man zum Beispiel etwa 90x80cm.

Die Private Areas dimensionieren sich bei mir durch zwei mir wichtige Spiele: Die Spieletableaus bei Eclipse sowie etwa zwei DIN-A4-Seiten nebeneinander fürs Rollenspiel.

Zu guter Letzt sollte man die Armlänge der Spieler nicht vergessen bei den o.g. Dimensionen wird es mit ausgeklappten Private Areas für den einen oder anderen schon knapp, die Mitte des Vaults zu erreichen – insbesondere, wenn er oder sie vielleicht einen Brettspielerbauch über den Tisch halten muss.

Da ich die Klappen in Serie produzieren wollte, habe ich mich am Ende für einen Vault mit 126x96cm Innenmaßen entschieden. Der äußere Rand ist dann je 15cm breit, heruntergeklappt weiter 15cm, dazu kommt die Brettdicke des Doppelkreuzes von je ca. 2cm. Damit hat der Tisch im zugeklappten Zustand eine Größe von 160x130cm, das heißt ich benötige dafür eine Stellfläche inklusive Sitzplätze von etwa 360x330cm.

Bei der Höhe habe ich mich ebenfalls an meinen aktuellen Tisch gesetzt und geschaut, wieviel Höhe für die Beine ich in etwa benötige (65-70cm). Auf der anderen Seite sollte der fertige Tisch auch nicht viel höher als der existierende sein (78cm). Mein Kompromiss sind 80cm Beine geworden, die dann mit Tischplatte auf ca. 82cm Höhe resultieren. Die Seitenteile sind ohne Tischplatte insgesamt 12,1cm hoch, damit habe ich dann ein schön gerades Innenmaß von 10cm.

Da ich für die Vaultplatte eine kleine Leiste von etwa 15mm anbringen musste, dann aber aus Gewichtsgründen nur eine 12mm Multiplexplatte geholt habe, ist der Vault etwas niedriger als die 10cm außen geworden.

Eine Sache, die ich nicht beachtet hatte, die mir aber später bei der Suche nach einer hübschen Spielmatte aufgefallen ist: 96x126cm ist knapp über 3x4 Fuß, und die Wargamer glauben wohl nicht metrische Maße...

Schritt 1: Das Doppelkreuz
Zur besseren Vorstellbarkeit, zuerst einmal ein Bild des fertig gesteckten Doppelkreuz. In der Mitte sieht man den Vault mit dem Spielbrett außen herum die Bretter für die spätere Montage der Klappen und des Randes zum Aufstützen. Die Ecken bleiben frei für die Tischbeine.



Die insgesamt 8 Bretter (21mm) plus Vaultplatte (12mm) habe ich mir im Baumarkt zurechtsägen lassen, so genau bekomme ich das auf der heimischen Kreissäge nicht hin.

Trotzdem musste ich natürlich mit der Stichsäge die Einkerbungen zum Zusammenstecken einsägen. Ich habe mich entschlossen, dass die kurzen Seiten die langen Seiten tragen sollen.

Danach musste ich das jeweilige L-Brett im rechten Winkel anleimen. Hier ist vorbohren und verschrauben Pflicht, diese Bretter tragen nachher so einiges an Gewicht, inklusive sich aufstützender Spieler. Deshalb werden die L-Bretter auch von der Seite verschraubt und nicht von unten.



Nach einigen Steckversuchen (und ein wenig Arbeit mit der Feile) muss dann noch jeweils die Leiste angeleimt und angeschraubt werden, die später den Vault trägt. Dabei muss man natürlich darauf achten, dass man nich die darunter liegenden Schrauben für die L-Bretter trifft. Außerdem sind die Leisten innen natürlich kürzer, sonst treffen sie sich in den Ecken.



Hier sieht man noch einmal die Steckverbindung im Detail vor dem Verleimen und verschrauben mit dem jeweiligen Gegenstück. Diese Arbei sollte man auf dem Boden machen, damit man möglichst plan montiert.



Schritt 2: Die Tischbeine
Danach habe ich den Rahmen umgedreht und die Tischbeine in die Ecken gestellt. Dadurch werden sie auch schön plan angebracht. Zwei lange Winkel mit Schrauben fixieren die Tischbeine. Die Tischbeine sind mit Absicht nicht geleimt, da man sie zum Transport abnehmen können muss.



Wieder umgedreht und mit Vaultplatte eingesetzt, haben wir zum ersten Mal so etwas wie einen Tisch.



Schritt 3: Konstruktion der Klappen
Um das gewünschte Innenmaß der Klappen zu bekommen, habe ich mir wieder im Baumarkt deren sechs Deckbretter mit 50x15cm zuschneiden lassen. Wichtig ist hier, an die Maserung zu denken: Zwei Klappen haben eine jeweils andere.

Wenn man 6 Klappen baut, haben diese jeweils vier kleine Holzstücke als Seitenstücke, man muss also insgesamt 24-mal das gleiche grob L-förmige Stück sägen. Und das, da man fast alles von beiden Seiten sieht, ohne Aussplittern usw. Ich habe hier viel Holz versägt, bis mir das Ergebnis gefallen hat.

Um die Aussparung für das Scharnier im geschlossenen Zustand möglichst genau und rechtwinklig hinzubekommen, habe ich mir auf der Tischkreissäge eine Führung und einen Maximalanschlag gebaut. Damit wurden alle Stücke erst auf der einen Seite bearbeitet.



Danach habe ich umgestellt und alle Stücke auf der anderen Seite bearbeitet.



Das letzte kleine Dreieck habe ich denn mit der Stichsäge entfernt.



Die Schrauben für die Scharniere sollte man sehr genau anzeichnen und mit der Standbohrmaschine vorbohren. Im Nachhinein war ich doch etwas ungenau und habe so zwischen den fertigen Klappen eine blöden Versatz, der mir später beim Anpassen der Ecken und Zwischenstücke viel Arbeit gemacht hat.

Das Querbrett habe ich dann mit der Lamellofräse (je zwei Lamellos pro Seite) bündig aufgeleimt, in der Hoffnung, dass es dann fest genug hält, selbst wenn sich schwere Spieler aufstützen.

Schritt 4: Einbau der Klappen
Beim Einbau der Klappen ist es besonders wichtig, diese mit etwas Versatz einzubauen, damit dann nichts schleift. Ich hatte dazu 3mm MDF-Stückchen als Abstandshalter beim Leimen eingelegt. Die Klappe selber sollte bündig zur Außenkante sein, damit sie ausgeklappt sauber anliegt. Die Klappen sind der Einfachheit halber von unten verschraubt und geleimt.



So sehen dann die ersten beiden Klappen fertig angebracht und zugklappt aus:



Und so aufgeklappt:



Planung 4: Kartenhalter als Klappenstützen
Wie gesagt ist die Genauigkeit bei den Klappen ein Problem. Beim ersten Prototyp für ein Mittelstück fiel mir auf, dass die Klappen überhaupt nicht plan aufliegen, sondern sich nach innen kippen. Jetzt waren die Klappen aber zu kurz, um sich auf die Vaultbegrenzung zu stützen. Ich wollte aber ungern eine Leiste einleimen, die unnützt wirkt (und allen meinen Unsauberkeit unter die Nase reibt). Sollte ich das nochmal machen, würde ich Platte im klappbaren Teil etwa 1cm länger als die Klappteine machen, damit sie auf dem Doppelkreuz aufliegt.

Deshalb habe ich aus der Not eine Tugend gemacht und die Leiste oben mit einer Nut als Kartenhalter versehen. Außerdem kann da drunter später schön LED-Streifen zur Beleuchtung einkleben.

In so dünne Leisten mit so einer günstigen Lamellofräse eine möglichst gerade Nut zu ziehen kann für die Finger blutig ausgehen. Deshalb habe ich mir aus Restholz eine Haltevorrichtung gebaut.



Hier also fertig angeleimt. Wenn man ohne Schrauben oder Dübel leimt, ist das richtige Anpressen noch wichtige als sonst. Hier sieht mach schön, was passiert, wenn man die Sache mit der Maserung nicht von Anfang an durchdenkt – damit muss ich jetzt leben.



Planung 5: Erweiterungen wie Getränkehalter
Bevor ich mich um die Mittelstücke gekümmert hatte, musste ich mir erstmal überlegen, wie ich eigentlich Getränkehalter (oder andere einsteckbare Erweiterungen) anbringen wollte. Mehr durch Zufall sind sowohl die Mittelstücke als auch die beiden Stücke links und rechts der Klappe an der Stirnseite innen etwa gleich breit, so dass ich ein System für alle sechs Steckplätze entwerfen konnte.

Ich habe mich entschieden, 20cm breite, 12mm dicke Module einzustecken. Dazu musste ich eine zweite 12mm-Platte in der richtigen Höhe einleimen. Entgegen meines ersten Versuches heißt das aber nicht in 12mm Höhe, sondern ein wenig höhe, wir wollen die Steckstücke ja auch wieder rauskriegen. Dazu habe ich mir über und unter die Platte je eine dünne Pappe gelegt, dann die eigentliche Platte rein und angezeichnet. Zum Schluss wie immer vorbohren und einleimen.

Einen Getränkhalter Prototyp habe ich mir auch schon mal gesägt, um direkt probieren zu können. Die Cupholder aus Edelstahl gibt es im Internet im Zehnerpack. In dieser Form kann man sie auch mal rausnehmen und in die Spülmaschine stecken.



Schritt 5: Einbau der Mittelstücke
Der Einbau der Mittelstücke ist vergleichsweise einfach. Man leimt das sorgfältig ausgemessene Querbrett für den Getränkhalter wie oben beschrieben ein, und die Deckplatte mit je einem Lamello.

Danach muss man nur noch hinkriegen, dass der Abstand nach Links und rechts schön gleichmäßig ist und die Höhe genau zu den Klappen passt (kleine Pappstücke und Schleifpapier wirken Wunder).

Je genauer man bei den Klappen war, desto einfacher wird es hier. Ich hatte viel zu tun um meinen alten Pfusch zu kaschieren.

Planung 6: Konstruktion der Ecken
Kommen wir nur zum kniffligsten Stück: Den Ecken. Genau wie bei den Zwischenstücken muss man hier die Anpassung an die Klappen hinbekommen, das heißt viel Messen, Schleifen, Pappstückchen zwischenlegen.

Zusätzlich muss die Ecke aber auf der einen Seite schön verkleidet sein, dass man die Schrauben für die Beine nicht sieht und auf der anderen Seite Zugriff auf eben diese Schrauben ermöglichen, wenn man mal die Beine abmachen muss.

Zusätzlich will ich langfristig alle Elektronik, wie Netzteil oder Steuereinheit in diesen Ecken verstecken. Auch an muss man später herankommen können.

Schritt 6: Einbau der Ecken
Um die Ecke mit der Klavierbandklappe ordentlich montieren zu können, musste das Bein nochmal ab. Ist aber eigentlich ein guter Test, denn wenn man es nachher nicht mehr wieder drankriegt, stimmt was mit der Konstruktion nicht.



Die Ecke selber ist ein höchst angepasstes Stück, wieder von oben grob L-förmig, damit man später eine rechteckige Tischplatte einsetzten kann.Ganz außen gibt es ein etwas längeres Seitenteil, mit einer mit Klavierband angebrachten Klappe. Gegenüber gibt es ebenfalls ein Seitenteil, dass aber nicht ganz am Rand mit Lamello eingeleimt wird, damit der Abstand zur Klappe schleiffrei bleibt. Die Führung für den Getränkehalter ist auch bereits einseitig montiert.



So sieht am Ende die angebrachte Ecke mit geschlossener Montageklappe aus. Das Bein ist bereits wieder montiert und ich habe der Klappe einen Magneten zum Schließen gegeben. Durch das Klavierband hing sie leich runter, so dass ich ihr unsichtbar von unten mit einer Schraube und eine Karosseriescheibe eine Führung spendiert habe. Da ich noch ein paar gute Magneten hatt, habe ich einen entsprechenden Verschluss eingebaut.



Schritt 7: Einbau der Abdeckung

Grundsätzlich besteht die Abdeckung aus vier gleich großen Brettern, die mir der freundliche Herr im Baumarkt auch gleich aus einem Stück geschnitten hat, so dass die Maserung zusammenpasst. Leider konnte ich hier nicht mehr alle Ungenauigkeiten kaschieren und musste alle Bretter einzeln an meine vergangenen Fehler anpassen:



Der Grund für die vier Bretter war, dass ich einerseits in der Lage sein wollte, den Tisch flexibel in verschiedene Modi umzubauen und anderseits das Gewicht und die Handbarkeit der abnehmbaren Tischplatte auf ein vernünftiges Maß eingrenzen wollte.

Damit auch mit einer Teilplatte Würfel nicht darunterrollen, habe ich mir noch ein Brett zum Reinstellen auf Maß gesägt.

So sieht dann der Tisch komplett geschlossen aus:



Das ist der Rollenspielmodus - mit und ohne Privatzonen für die Spieler:





Das nenne ich den X-Wing-Modus:



Planung 7: Versiegelung
Ich binzwar ein Holzwurm, aber mit Lacken, Farben und Ölen kenn ich mich so gar nicht aus. Also bin ich mit meinen Anforderungen in einen Fachmarkt (nicht in den Baumarkt) gegangen: Ich wollte Multiplex sicher versiegeln gegen Flüssigkeiten wie Cola, Bier oder Pizzafett.

Darauf haben die mir ein wenig Hartwachssiegel abgefüllt, denn ich gleich zu Hause in zwei Schichten aufgetragen und dem Cola-Test unterzogen habe. Das Ergebnis gefiel mir, also habe ich die entsprechende Menge Hartwachssiegel (eigentlich für Parkettboden) gekauft. Wichtig beim Verarbeiten sind Luftfeuchtigkeit, Temperatur und beim Hartwachssiegel auch die Möglichkeit der Selbstenzündung benutzter Lappen und Rollen - also unbedingt Anweisungen lesen!

Hartwachssiegel schützt allerding nicht vor Kratzern und Dellen. Wenn Ihr so rabiate Spieler habt, solltet Ihr Euch mal mit Zwei-Komponentenlack auseinandersetzen.

Schritt 8: Versiegelung
Der erste Schritt ist das Anschleifen aller Teile mit 240er Körnung, größtenteils ging das mit einem Delta-Schleifer. Dafür musste ich natürlich alle beweglichen Teile und die Tischbeine abnehmen. Wichtig ist hier das Nummerieren, denn durch meine Ungenauigkeit sind die Teile nicht austauschbar.



Um alle Ecken zu erwischen ist man eine Weile beschäftigt, und die größtenteils mit der Nase nah am Lösungsmittel. Da ist es also wichtig gut zu lüften und zwischendurch mal eine Pause einzulegen. Wenn man nicht wie ich schon vorher alles verleimt, könnte man hier in alle Ecken. Ich musste ein paar ganz feine Stellen auslassen.

Beim Hartwachs reichen zwei Anstriche für einen schönen, nicht-glänzenden Anstrich.

Schritt 9: Erweiterungen wie Getränkehalter
Ich hatte schon recht früh ein 10er-Pack Double-Size-Getränkehalter in Edelstahl besorgt (damit die auch mal in die Spülmaschine können) und zwei Prototypen-Stücke gesägt, die man auch auf den Bildern oben immer wieder sieht.

Ein exaktes 92mm-Loch mit der Stichsäge schön rund in Holz zu bekommen ist mir aber zu mühselig und ungenau, weshalb ich es bei der Serienproduktion mit einem 92mm-Topfbohrer versuchen werde.



Manchmal ist eben doch eine Frage des richtigen Werkzeugs: Links sieht man das Loch mit dem Topfbohrer, rechts den Prototyp mit Zirkel und Stichsäge.



Und wenn man alles zu hektisch zusammenbaut (mit einer provisorischen Filzmatte), zerkratzt man sich schnell und unangenehm das schöne Ergebnis:



Ein erste Erweiterung, ein Einlegebrett als Prototyp. Da der Topfbohrer schonmal da war, habe ich eine dünne Platte dreimal gelocht und dann eine zweite kürzere darunter angeleimt so dass man die prima einlegen kann. Das Einlegebrett ist mit Absicht 2,5cm kürzer, damit es später nicht mit der Beleuchtung kollidiert bzw. damit auch noch Licht dahinter/darunter fällt.



Prototyp 2 ist zwar etwas mehr Arbeit, gefällt mir aber deutlich besser:



Planung 8: Elektronik
(kommt, sobald ich soweit bin)

Schritt 10: Einbau der Elektronik
(kommt, sobald ich soweit bin)
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Michael Weber
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mbmbmbmbmb
Re: Wie ich meinen Brettspieltisch baue - How I build my Boardgame Table (in German)
Respekt! Das sieht doch schon mal Top aus und macht Lust, selbst einen Tisch zu bauen!
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Robert Wesley
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Re: Wie ich meinen Brettspieltisch baue - How I build my Boardgame Table (in German)
Very nice, and at least it wasn't in 'Swedish', oh IKEAd! whistle
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Emanuele Buffagni
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Absolutely no idea of what you wrote, but nice table!

Bravo!
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Volker S.
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I updated section 7 - also with some pictures of the (unpainted) final result.
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Michael Weber
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Wendeburg
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mbmbmbmbmb
VolkoV wrote:
I updated section 7 - also with some pictures of the (unpainted) final result.


Sehr schick - MEHR!
 
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Volker S.
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I added a section about costs, although it is still missing electronics and paints.
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Volker S.
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mbmbmbmbmb
I added more costs and an estimate on used hours as well as some words on paints. Painting will occur the next days, so everything is dry and finished for our "Spielvester" (New Years Eve).
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Volker S.
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Painting is finished, so the actual hours and euros may be a good estimate if you are trying to build a similar table.
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Matt Stokes
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Duck Season!
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I also believe that you met the King of the Forest, Mei, and meeting him is a sign of good luck.
mbmbmbmbmb
Google translate actually did a great job with turning this to English.

Well done on your fine table.
 
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Darren
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Can't wait for those finished "painted" images! Sometime soon?
 
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Volker S.
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I will assemble the table for a first game in my living room tomorrow and sure post pictures - I already made a large scratch into the side of the vault though.
 
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Volker S.
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mbmbmbmbmb
Here we go: Ready for New Year's Eve gaming night, everything is ready, but the electronics. Approximately 660€ and 42h of work - see the pictures of the finished work directly on top.
 
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Joseph Sharkey
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Fantastic work! And thank you very much for the detailed guides and tips.
 
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Volker S.
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So which one do you like more:

Prototype A:


Prototype B:
 
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