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Subject: German Via Nebula Review by spieletest.at rss

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Sebastian Michels
Germany
Jüchen
Nordrhein-Westfalen
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Diese und viele weitere top Boardgamereview auf spieletest.at

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Im Tal von Nebula ist es dunkel geworden. Monströse Kreaturen haben sich dort angesiedelt und machen den Bewohnern das Leben schwer.
Es ist an der Zeit, dass sich mutige Entdecker aufmachen, das Tal zu erkunden, unbekannte Pfade zu entdecken und wertvolle Rohstoffe abzubauen. Neue Gebäude müssen auf alten Ruinen gebaut werden und sollen das Tal zu neuem Wohlstand und Glück verhelfen. 



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Die Spieler schlüpfen in die Rolle eines Entdeckers und machen sich auf den Weg, diese Aufgabe zu bewältigen. Aber wird Nebula wieder im alten Glanz erstrahlen und zu neuem Leben erwachen?

Via Nebula von Asmodee ist eine gelungene Mischung aus Worker-Placement und Legespiel. Am Anfang haben die Spieler ein Spielbrett mit wenig bekannten Orten vor sich ausliegen. Der größte Teil der Spielfläche ist mit Nebelfeldern verdeckt, die es im Laufe des Spiels zu erkunden gilt. Einzig einige Bauplätze und Rohstofffelder sind zu Beginn sichtbar. 
Die Spieler besitzen auf ihren Tableaus zu Beginn drei Bauplättchen, einige Wiesenplättchen, zwei Arbeiter, zwei persönliche Auftagskarten und fünf Gebäude. Ziel des Spiels ist es, diese fünf Gebäude auf dem Spielplan zu errichten. Wer als erster diese Aufgabe erfüllt und die meisten Siegpunkte hat, geht am Ende als Sieger hervor.

Mit zwei Aktionspunkten pro Spielzug ausgestattet kann der Spieler nun eine oder mehrere aus sechs verschiedenen Aktionen auswählen, um sein Spielziel zu erreichen. Mit dem Einsatz von Arbeitern kann er Rohstofffelder erschließen, mit den Bauplättchen Bauplätze reservieren, um dort später Gebäude zu errichten, mit seinen Wiesenplättchen kann er Nebelfelder oder versteinerte Wälder terraformen, um diese für den Rohstofftransport begehbar zu machen. Desweiteren können Rohstoffe zum Bauplatz transportiert werden oder der Spieler errichtet ein Gebäude. 

Die Auswahl der Aktion wird dabei vom jeweiligen Spielverlauf vorgegeben, denn um ein Gebäude zu errichten, benötigt man einen Bauplatz und die geforderten Baustoffe. Um die Baustoffe zum Bauplatz zu transportieren, benötigt der Spieler wiederum einen begehbaren Weg von der Quelle zu seinem Bauplatz. Welche Rohstoffe zum Bau eines Gebäudes gefordert sind, wird durch die Auftragskarten vorgegeben. Zwei dieser Bauaufträge erhält der Spieler zu Beginn des Spiels. Weitere Aufträge werden in der Auslage des Spielbretts zur Auswahl ausgelegt. Erfüllte Bauaufträge geben dem Spieler Siegpunkte und enthalten Sonderfähigkeiten, die er bei erfolgreichem Abschluss als Boni erhält. Rohstoffe, die der Spieler auf seinem Bauplatz angesammelt hat und zur Erfüllung der Auftragskarte nicht verbrauchen konnte, werden auf seinem Spielertableau eingelagert und zählen am Spielende als Minuspunkte. 
Erschwert wird das Planen und Errichten von Gebäuden durch eine Regel, die es  dem Spieler verbietet, seine Bauplättchen einfach ins Spiel zu bringen. Er darf nämlich nie mehr Bauplättchen auf dem Spielbrett haben, als er Gebäude auf seinem Tableau stehen hat. Mit zunehmender Spieldauer, wenn schon einige Gebäude errichtet wurden, fällt es dadurch zunehmend schwerer, weitere Bauplätze zu reservieren. Auch das Beschaffen der Rohstoffe muss gut geplant werden, denn es stehen nur zwei (im späteren Spielverlauf drei) Arbeiter zur Verfügung.

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Via Nebula reiht sich nahtlos in punkto Material und Ausstattung in die Liste der Topspiele bei Asmodee ein. Die Spielidee ist nicht unbedingt innovativ und neu. Ein Gebiet entdecken, Rohstoffe besorgen und transportieren, Gebäude errichten. Das kommt bekannt vor und versetzt den Vielspieler nicht in Erstaunen. 
Jedoch muss man auf die Feinheiten bei Via Nebula achten. Kleine Regeln sind es, die das Spiel groß machen und so manchem Spieler die Grübelfalten auf die Stirn bringen. Die Bauplättchen müssen an die richtige Stelle platziert werden, Rohstoffquellen müssen in erreichbarer Nähe sein und zugänglich gemacht werden und das Erfüllen der lukrativen Bauaufträge erfordert dabei logistische Planung und strategisches Vorgehen.

Ein besonderes Lob gebührt dem Spielmaterial. Jeder Spieler erhält fünf Gebäude, wobei diese sich nicht nur in der Spielerfarbe unterscheiden, sondern auch noch für jeden Spieler eine exklusive Form bereit halten. Der Sortiereinsatz ist vorbildlich. Jedes Gebäude hat seinen Platz. Die Bauplättchen und die Arbeiter sowie die Karten und Geländeplättchen haben einen festen Platz im Karton und bleiben auch ohne Tüten beim Transport an ihrem Platz.

Lediglich der Wiederspielreiz dürfte bei Vielspielern nach einigen Partien sinken. Die Fähigkeiten der Auftragskarten ähneln sich und nach einigen  Durchgängen weiß man, was einen erwartet und welche Karten man gut spielen kann oder welche man besser links liegen lässt. Auch die Planung der Bauplätze und das Errichten der nötigen Transportwege von der Rohstoffquelle zum Bauplatz wird nach einigen Partien zur Routine. Das Grübeln und Planen weicht dabei der Erfahrung und senkt die Herausforderung für den Spieler.

Andreas Mertin


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