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Subject: German Milestones Review by spieletest.at rss

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Sebastian Michels
Germany
Jüchen
Nordrhein-Westfalen
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mb
Diese und viele weitere top Boardgamereview auf spieletest.at

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Die Besiedlung eines Landstrichs steht an. Dazu werden wir ausgesandt, um mit jedem Meilenstein auch die hintersten Winkel der unberührten Flächen zu erschließen. Allerdings ist bei der Beschaffung der benötigten Ressourcen jeder auf sich allein gestellt. Holz schlagen, Getreide bunkern, Steine pflastern und hoffen, dass die erschlossenen Bauplätze gewinnbringend sind.

Spielprinzip

Bei Milestones sammeln wir wie so oft Punkte und am besten gleich mehr als die Mitspieler. Wir bekommen die begehrten kleinen Freunde indem wir auf dem Spielfeld Meilensteine, Häuser oder Märkte bauen. Stehen einmal die ersten Märkte, kann es sich auch lohnen sie mit Waren zu beschicken, um abermals Punkte abzugreifen. Auf dem vorgefertigten, nicht veränderbaren Spielplan sind Zahlenwerte abgedruckt. Ein Meilenstein kommt mit zwei Straßen daher und wird genau auf ein Zahlenfeld gestellt, die beiden Straßen liegen daran an. Das Zahlenfeld gibt nun an wie viele Punkte wir uns gutschreiben dürfen. Die Werte liegen zwischen eins und fünf Punkten. Häuser werden an Straßen angeschlossen, zählen tun jetzt alle freien Zahlenwerte, maximal zwei. Und die Märkte kommen, wie auch die Meilensteine, direkt aufs Zahlenfeld. Allerdings müssen sie an einer schon früher gebauten Straße anschließen und sie bringen Punkte für die zwei höchsten, umliegenden Zahlenfelder. Um nun Märkte, Straßen und Häuser bauen zu können, brauchen wir Ressourcen. Für unser Ressourceneinkommen stehen uns Fachkräfte für Stein, Holz, Sand, Getreide und Gold zur Verfügung. Sie werden gegen Gold angeworben und auf das eigene Aktionstableau gelegt. Mit diesem Tableau steuern wir unser komplettes Tun. Mit unserer Spielfigur müssen wir pro Spielrunde auf unserem Aktionstableau zwei Aktionen im Uhrzeigersinn durchführen. Mögliche Aktionen sind: der Besuch der eigenen Arbeiterkarten zum Produzieren von Ressourcen, das Handelshaus, zum Handeln und Erwerb von Arbeiterkarten und Ressourcen, das Bauamt, um die gesammelten Ressourcen für Bauprojekte auszugeben und die Mühle, mit der wir den verschiedenen Märkten Getreide schicken können, um unseren Geldbeutel zu füllen. Als letztes ist da noch die Burg. Ein Besuch hier ist Pflicht, wir werden gezwungen überschüssige Rohstoffe abzugeben und einen Arbeiter in Rente zu schicken. Daher sollte man sich überlegen ob man mit großen Schritten über das Tableau saust oder eben versucht möglichst viel bei einer Umrundung zu erledigen.

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Milestones ist ein schön illustriertes Spiel. Die Regeln sind zugänglich und das Spiel ist schnell in Fleisch und Blut übergegangen. Eigentlich schön, nur schleicht sich dank früh aufkommender Routine schnell ein Rundentrott ein. Man spielt überwiegend allein an seinem Tableau. Die Mitspieler haben nur eine Kontrollfunktion und schielen rüber, damit man nicht fuscht. Man selbst kann recht gut die folgenden Aktionen planen, ohne dass Mitspieler intervenieren könnten. Dabei ist der geschmiedete „Plan“ immer schlicht gestrickt, mehr lässt das Spiel nicht zu. Durch die Zwangsabgabe am Ende des Tableaus wird einem auch die Möglichkeit genommen auf größere, kommende Punktewerte zu zocken. Hat man viele Ressourcen muss man sie ausgeben, andernfalls landen sie ungenutzt im Vorrat. Zu allem Überfluss sind die Abdeckplättchen, die an der Burg benötigt werden um die Arbeiter abzudecken, viel zu wenige, so dass schon bei einem Zweispielerspiel Engpässe entstanden sind. Schön wäre es auch gewesen, wenn man für die ganzen Kleinteile mehr als eine große Tüte in den Karton gelegt hätte, aber das ist dann doch das kleinste Übel. Nimmt man die drei großen Gruppen von Brettspielen, nämlich Kommunikations-, Taktik- und Glücksspiele, so ist Milestones wenn überhaupt ein taktisches. Dabei sind leider Anspruch und Möglichkeiten zu flach gehalten. Der Umstand, dass man das Gefühl hat auch gut allein spielen zu können, hat mir endgültig den Spaß genommen. Die Ansätze wirken gut, aber das gesamte Spiel nicht zu Ende gedacht: Schade!

Sebastian Michels


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