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Subject: Leichtes, strategisches Spiel mit schöner Optik rss

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Julia Kliczbor
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Ausgangslage:

Ich habe das Spiel mal zu dritt, mal zu viert mit erfahrenen Mitspielern gespielt. Die Meinung über das Spiel setzt sich aus den Meinungen aller Mitspieler zusammen.

Spielidee:

Das Spiel ist ein strategisches Brettspiel zum gleichnamigen Buch von Ken Follett und dreht sich hauptsächlich um die Religionskonflikte zwischen Katholiken und Protestanten.

Material:

Zuerst möchte ich den ersten Eindruck schildern. Das Spielmaterial ist hochwertig und besonders die Holzbestandteile gefallen mir wirklich gut. Auch die Gestaltung des Spielbretts ist schon auf den ersten Blick ansprechend. 2 Kritikpunkte gibt es dennoch. Zum einen die Karten. Sie sind leider wie bei den meisten Spielen eher dürftig von der Qualtität. Man sieht jeden Fingerabdruck und sie sind sehr dünn. Ohne Sleeve wird man daran nicht lange Freude haben. Das zweite ist die Farbgestaltung. Zwischen braun und lila gibt es bei den Würfeln wenig Unterschied, was gerade bei Menschen mit schwachem Farbsehen zu Problemen führt. Karton und Inlet sind in Ordnung und haben die typische Kosmosform, was fürs Stapeln praktisch ist. Wünschenswert wäre noch eine Symbolübersichtskarte für jeden Spieler.

Regeln:

Nun zum Spiel an sich. Die Regeln sind sehr leicht verständlich und bieten wenig Raum für Missverständnisse. Das Regellernen ging flott und durch den wiederkehrenden Spielmechanismus ist man schnell drin. Einzig die Feinheiten mit der Siegpunktabgabe oder der Abgabe von Schilden bsw. erfordern sicherlich ein wenig mehr Spielpraxis. Ein wenig gestört hat mich bei den Regeln lediglich die ständige Wiederholung mancher Aussage. Gerade für unerfahrene Spieler vielleicht aber hilfreich, damit nichts vergessen wird. Zu den Regeln gibt es ja noch eine Zugübersichtskarte, die ich klasse finde. Schön kurz beschrieben und gut bebildert. Hier sollte man sich aber noch mal Gedanken um das 1. Halbjahr machen. Die Formulierung hier kann missverständlich sein.

Mechanismus:
Der Spielmechanismus gefällt mir sehr! Durch den freien Einsatz der Würfel kommt ein Zufallselement hinzu, das allerdings kein reiner Glücksfaktor ist, wie bei manch anderem Würfelspiel, sondern durchaus taktisch. Die Würfelzahl, egal ob hoch oder niedrig bringt Gleichermaßen Vor- und Nachteile mit sich. Ansonsten erinnert der Mechanismus an eine Mischung aus klassischem worker placement und deck building. Der Mechanismus ist schnell erlernt, die Züge dauern nicht allzu lange, so dass keine riesigen Wartezeiten für die Mitspieler entstehen.

Einflussnahme:

Da es sich nicht um ein kooperatives Spiel handelt, versucht natürlich jeder das Beste für sich herauszuholen. Neben der eigenen Taktik ist dabei natürlich das Verhalten der Mitspieler ausschlaggebend. Die Einflussmöglichkeiten sind in diesem Spiel nicht im Übermaß vorhanden, aber gerade was die Religion betrifft, kann man die Mitspieler schon ärgern. Das Maß an Einfluss auf die Spieler ist gut gelungen.

Taktik/Glücksfaktor:

Die Gewinnchancen in diesem Spiel empfanden wir als sehr ausgewogen. Es gibt nicht DIE Taktik zum Erfolg, sonder man muss sich der aktuellen Situation anpassen und hat viele Möglichkeiten Punkte zu sammeln. So wird es auch bei oftmaligen Spielen nicht so schnell langweilig. Ausserdem gehört das Spiel nicht zu der Sorte Spielen, bei denen bei einem falschen Zug kaum noch Gewinnchancen bestehen. Das senkt natürlich den Frustfaktor. Auch die Siegbedingungen gefallen mir gut, bieten sie doch ein zusätzliches taktisches Mittel und man hat mehr Einfluss als bei einem Rundenbasierten Ende.
Bei uns wurde das Spiel rechnt knapp. Zwischen dem 1. und 2. Platz lagen geradeeinmal 2 Punkte. Der 3. und 4. Platz waren ein Stück dahinter, dafür wieder sehr eng beieinander.

Wiederspielfaktor:

Der Wiederspielfaktor ist gut, aber es wird kein Klassiker ala Siedler werden. Dafür fehlt einfach die Varianz in den Mechanismen.

Fazit für mich:

Wir werden das Spiel auf dem Spieleabend zukünftig sicher das ein oder andere mal auspacken. Besonders die leichte Regelerlernung und die Mechanik hat uns gut gefallen. Die Holzfiguren machen ein schönes Flair und die vielfältigen taktischen Möglichkeiten machen auch auf Dauer Spielfreude.





 
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