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Sol: Last Days of a Star» Forums » Reviews

Subject: A Stellar Experience [German] rss

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(If you like, you can check this review w/ pictures and better formating out on: https://tischtitanen.de/2017/11/07/tischbericht-sol-last-day...)

Unsere Sonne stirbt…

Fünf planetarische Zivilisationen haben sich mithilfe der Energie der Sonne ihr Utopia verwirklicht. Doch in ihrem Unwissen oder ihrer Arroganz haben sie den Stern destabilisiert und eine Supernova steht kurz bevor. Panisch wurden gigantische Archen konstruiert, die die wenigen Auserwählten vor der Detonation retten und in eine neue Heimat bringen sollen. Was fehlt ist Energie.

In Sol: Last Days of a Star übernehmt ihr mit bis zu 4 weiteren Konkurrenten die Brücke eines Mutterschiffs und einer Flotte von Sonnentauchern (Sundivers, euren „Arbeitern“). Nur wer am Ende des Spiels die meiste Energie gesammelt hat, kann dem feurigen Untergang entkommen. Dies tut ihr, indem ihr die verschiedenen Schichten der Sonne durchbrecht und hilfreiche Strukturen errichtet. Je weiter ihr ins Innere des Sterns vordringt, desto größer ist die Ausbeute – und so schneller endet das Spiel, denn mit euren Aktionen fördert ihr die Kettenreaktion, die in einer stellaren Explosion resultiert. Dieser Umstand wird durch einen Kartenstapel simuliert, dem Instabilitätsstapel, der u.a. 13 Sonneneruptionskarten (Solar Flare Cards) enthält, die zeitgleich als Countdown fungieren: ist die letzte Eruptionskarte gezogen, kommt es zur Supernova!

Aber was genau macht ihr eigentlich in Sol? In jeder Runde dürft ihr 1 von 3 Aktionen ausführen: Move, Convert, Activate. Mit „Move“ bringt ihr eure Sonnentaucher vom Mutterschiff aus ins Spiel oder bewegt diese von Feld zu Feld, „Convert“ erlaubt euch Stationen und Tore zu bauen und durch „Activate“ nutzt ihr die Fähigkeiten eurer Strukturen aber auch jener eurer Kontrahenten. Um Strukturen zu konstruieren, müsst ihr eure Sonnentaucher in bestimmten Mustern auf dem Spielbrett positionieren und im Anschluss konvertieren, d.h. die Sonnentaucher werden geopfert und heraus kommt ein neues Gebäude. So werden aus zwei horizontal angrenzenden Sonnentauchern eine Schiffsschmiede (Ship Foundry), zwei vertikal angrenzenden Sonnentauchern ein Sonnentor (Solar Gate), zwei horizontal gelegten Sonnentauchern mit einem freien Feld dazwischen ein Energieknoten (Energy Node) und aus drei vertikal angrenzenden Sonnentauchern ein Transmitter (Transmit Tower), mit dem ihr eure gesammelte Energie zur Arche sendet.

Nachdem ihr eure Aktion ausgeführt habt, bewegt sich das Mutterschiff automatisch im Orbit der Sonne einen Punkt weiter. Diese Bewegung lässt sich nicht verhindern und zwingt zu einem cleveren Vorausplanen: Wo befindet sich mein Mutterschiff in X Runden? Starte ich jetzt schon meine Sonnentaucher oder warte ich auf eine vollständige Umkreisung? Oder nutze ich unterwegs die Tore und Stationen meiner Gegenspieler? Und genau hier liegt ein sehr interessanter Aspekt von Sol. Indem ihr fremde Strukturen aktiviert, erhaltet ihr nicht nur die gewohnten Effekte, der Besitzer bekommt obendrein noch einen Bonus zugeschoben; im Grunde den gleichen Effekt, nur etwas schwächer. Tatsächlich erkennt man schnell, dass das Spiel genau dieses Vorgehen propagiert. So arbeitet man zwar semi-gemeinsam am gleichen Ziel, entkommen kann am Ende dennoch nur einer.

Die angegebene Spielzeit von 45-90 Minuten ist über den Daumen gepeilt schwer einzuhalten, denn je fortgeschrittener das Spiel ist, desto mehr Möglichkeiten tun sich auf. Und dies ist keinesfalls als Kritik zu verstehen, ganz im Gegenteil! Das fast schon meditative Kreisen der Mutterschiffe im Orbit der Sonne und langsame Vorarbeiten in den inneren Kern werden zu einem Erlebnis, welches euch schnell die Zeit vergessen lässt. Nicht erwähnt wurden die Instabilitätseffektkarten, die für jedes Spiel neu gewählt oder zufällig ausgelegt werden und euch zusätzliche Aktionen gewähren, was einen hohen Wiederspielwert beschert. Auch könnten die diversen Solitärszenarien für den einen oder anderen interessant sein. Darüber hinaus überzeugt der Erstling von Elephant Laboratories mit schönen Komponenten, allen voran natürlich das atemberaubende und praktische Spielbrett.

Fazit

Sol: Last Days of a Star ist sicherlich kein Titel für jeden. Es abstrakt zu nennen würde dem Spiel aber auch nicht gerecht werden, obwohl die simplen und schnellen Regeln dies auf den ersten Blick vermuten lassen (gerade was das Positionieren der Sonnentaucher in Mustern angeht). Der Box beiliegend ist ein Mythos-Heft, welches euch mit Momentaufnahmen in den Hintergrund der Welt einführt. Lasst ihr euch auf diesen Mythos ein, habt ihr einen immersiven Wettlauf gegen die Zeit vor euch. Ich für meinen Teil habe keinen Titel wie Sol in meiner Sammlung, was es zu einem gern behaltenen Unikat macht.
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