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A Game of Thrones (first edition)» Forums » Reviews

Subject: A Game of Thrones - a review in German rss

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Andreas Quiter
Germany
Freiburg
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A Game of Thrones

Wer die Bücher von George R.R. Martin: A Game of Thrones, A Clash of Kings, A Storm of Swords und A Feast for Crows noch nicht gelesen haben sollte, dem seien diese wärmstens empfohlen. "Dark Fantasy" erhält in diesen Büchern eine ganz andere Bedeutung.

Das Spiel basiert nun auf diesen Büchern und dem Hintergrund, es stellt den Streit und Kampf der Häuser Baratheon, Tyrell, Stark, Lannister und Greyjoy um die Vorherrschaft in Westeros nach. Entweder wer nach 10 Runden die meisten Städte und Festungen kontrolliert oder wer zu irgendeinem Zeitpunkt im Spiel 7 Städte oder Festungen besitzt gewinnt.

Kontrolle und Besitz lassen sich in diesem Spiel nur durch militärische Vorherrschaft erreichen, zu diesem Zwecke verfügt jeder Spieler über Ritter, Infanterie und Schiffe. Daneben versucht man aber noch weiteren Einfluss durch Macht-Steine auszuüben.

Das Spiel hat ganz hervorragende neue Ideen und Mechanismen, so kommt es ohne Würfel aus. Die Unwägbarkeiten im Spiel sind ganz erheblich, betreffen aber alle Spieler gleichermaßen. Es herrscht eigentlich ständiger Mangel an allem.

Die 10 Runden laufen jeweils wie folgt ab:
1. Westeros Phase (In der 1. Runde übersprungen)
2. Planungs Phase
3. Aktions Phase

In der Westeros Phase werden je 1 Karte von 3 Decks aufgedeckt und diese dann abgehandelt, beginnend mit I, dann II, zuletzt III.
In Deck I findet man unter anderem Versorgung und Musterung, nur bei der Abhandlung dieser Karten werden neue Truppen ausgehoben oder die Versorgungslage angepasst und überprüft. Letztere hängt ab von der Anzahl der Fässer, die man auf dem Spielplan kontrolliert und erlaubt dementsprechende Armeegrößen in Form eines Stacking-Limit. Dieses ist strikt einzuhalten.
In Deck II wird bei Aufdecken einer Clash of Kings Karte mittels Macht-Steinen geheim für die Position bei Eiserner Thron (Spielreihenfolge), Fürstenhäuser (Dominanz im Kampf) und Königshof (Anzahl besonderer Befehle) geboten, die Spieler nehmen eine Position gemäß ihres Gebotes ein. Die jeweils 3 Meistbietenden erhalten besondere Marker. Der Eiserne Thron gewährt dem Spieler bei jedem Unentschieden zu entscheiden (außer in Schlachten), die Stahlklinge erlaubt ein nachträgliches +1 in einer Schlacht und der Botenrabe ermöglicht den nachträglichen Austausch eines Befehls, davon jedoch später mehr.
In Deck III kann es zu einem Angriff der Wildlinge kommen. Denn müssen die Spieler gemeinschaftlich durch geheimen Einsatz von Macht-Steinen abwehren, oder es droht Verlust an Militäreinheiten.
In jedem Deck gibt es weitere besondere Ereignisse sowie eine Karte "Erneut Mischen". Auch wenn es extrem selten ist, so könnte es zum Beispiel ein Spiel ganz ohne Musterung geben.

Sodann wird geplant, jeder Spieler kann in jedem Gebiet mit seinen Militäreinheiten einen Befehl verdeckt niederlegen. Hierfür stehen jedem Spieler 10 Standard und 5 besondere Befehle zur Verfügung, die Besonderen aber nur in einer begrenzten Anzahl je nach dem Stand am Königshof. Die Befehle lauten Plündern, Marschieren, Unterstützen, Verteidigen und Macht gewinnen.
Bei der Planung verdrehen sich regelmäßig die Gehirnwindungen, man versucht die Intentionen seiner Mitspieler zu erraten oder ahnen, denen entgegenzuwirken und noch immer seinen eigenen Plan zu verfolgen.
Irgendwann liegen dann alle Befehle auf dem Spielbrett und sie werden aufgedeckt. Jetzt kann der Spieler mit dem Botenraben einen seiner Befehle noch nachträglich austauschen.
Die Befehle werden sodann in Spielerreihenfolge (Eiserner Thron) wie folgt einzeln abgearbeitet und sodann vom Brett genommen:
- Plündern: die Plünderer dürfen aus einem benachbarten Gebiet einen Plünder- Unterstützungs- oder Macht gewinnen Befehl vom Brett nehmen, dieser kommt nicht zur Ausführung. Bei Macht gewinnen erhält der erfolgreiche Plünderer einen Macht-Stein.
- Marschieren: Die Militäreinheiten dürfen sich in benachbarte Gebiete bewegen oder einen Seetransport unternehmen unter Beachtung des Stacking-Limits (siehe Versorgung) und auch pro Marschbefehl einen Kampf initiieren, der sofort abgehandelt wird.
In einem Kampf kommen die weiteren Befehle Unterstützung und Verteidigung zum Tragen.
Die Stärken der einzelnen Parteien bestimmt sich aus ihren beteiligten Einheiten (Ritter 2, Schiff und Infanterie je 1). dem Bonus des Befehls (so gibt es beispielsweise einen Befehl Verteidigung +2, der 2 zur Stärke addiert) der Unterstützung eigener Figuren oder der anderer Spieler, sofern der Unterstützungsbefehl gelegt wurde und dieser zur Schlacht angrenzend ist. Jetzt spielen Angreifer und Verteidiger jeder noch eine Karte aus ihrem Haus Deck von 7 Karten, welche noch mal 0-3 Stärke addieren und je Karte noch einen besonderen Bonus geben. Die größere Stärke gewinnt, bei Gleichstand entscheidet die Reihenfolge bei den Fürstenhäusern. Verluste muss der Unterlegene nur hinnehmen, wenn der Gewinner auf seiner gespielten Karte Schwerter ausweist und diese die Türme auf der Karte des Unterlegenen übersteigen. Die eingesetzte Karte ist erst mal verbraucht. Der Verlierer muss sich zurückziehen.
- Macht gewinnen: für jeden dieser Befehle erhält man Macht-Steine, die man spätestens in der nächsten Westeros Phase wieder einzusetzen gedenkt.

Das Spiel funktioniert erstaunlich gut, die einzelnen Mechanismen greifen wunderschön ineinander.

Es gibt eigentlich nur einen Haken in der Basisausgabe: Haus Lannister ist bei Fünf Spielern so gut wie chancenlos. Die Startaufstellung ist nicht ausgewogen, da im Rücken der Lannister Haus Greyjoy agiert und eigentlich nur einen direkten Konkurrenten hat, eben die Lannisters und diesen auch noch in jedem Kampf aus der Startaufstellung heraus eigentlich überlegen ist.
Daher bietet sich meiner Ansicht nur ein Spiel zu Viert an, ohne Greyjoy, oder man erwirbt gleich noch die erste Erweiterung, die ein weiteres Haus als Spieler hinzubringt und das Problem der Flotten durch Häfen löst.

Für Enthusiasten auf jeden Fall zu empfehlen.
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Moshe Callen
Israel
Jerusalem
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ἄνδρα μοι ἔννεπε, μοῦσα, πολύτροπον, ὃς μάλα πολλὰ/ πλάγχθη, ἐπεὶ Τροίης ἱερὸν πτολίεθρον ἔπερσεν./...
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μῆνιν ἄειδε θεὰ Πηληϊάδεω Ἀχιλῆος/ οὐλομένην, ἣ μυρί᾽ Ἀχαιοῖς ἄλγε᾽ ἔθηκε,/...
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Interesting. I don't have the expansion myself. Could you clarify exactly how it alters the base game? (German is fine.)
 
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